Oster-Küken schlüpfen im Phaeno | Neue Braunschweiger
27. März 2018
Natur

Oster-Küken schlüpfen im Phaeno

Noch bis zum Montag können die Besucher erleben, wie sich die Vögel durchbeißen

Von Lotta von Rutenberg, 27.03.2018

Nordstadt. Im Phaeno brauchen die Besucher in den vorösterlichen Tagen viel Geduld: Nämlich beim Warten darauf, dass winzige Küken aus ihren Eiern schlüpften. Kleine und große Tierfreunde scharen sich um die Schaukästen im Erlebnismuseum und starrten gebannt auf die Eierschalen, um nur ja nicht die kleinste Bewegung zu verpassen. Wird endlich ein kleines Stück Schnabel oder gar ein Auge erkennbar, ist die Freude unter den Besuchern groß!
Beim Schaubrüten und Schlüpfen der Osterküken im Phaeno präsentiert der Geflügelzuchtverein Fallersleben und Umgebung unter anderem japanische Onagadoris.

Seltene Hühnerrassen
Heinz Rigus, der Vorsitzende, erzählt: „Unser Zuchtwart Klaus Lemke hat einige Eier dieser Rasse ausgelegt. Onagadoris sind wertvolle Langschwanzhühner, deren Federn bis zu 15 Meter lang werden können. Entsprechend brauchen sie spezielle Unterbringung und Sitzgelegenheiten.“
Bei den Küken wird das noch nicht der Fall sein. Die kommen, wie die anderen Rassen auch, nach dem Schlüpfen im Phaeno-Schaubrüter in ein kleines Kükenheim. Dort werden sie bei 35 Grad getrocknet, um anschließend, wie Heinz Rigus erklärte, in ein Mini-Gehege umgesetzt zu werden. Neben den Onagadoris schlüpfen Brakel- und Zwerg-Phönix Hühner. Aber es dauert eben seine Zeit, bis so ein Jungvogel die Schale von innen aufgepickt hat. Außerdem: „Die Küken lassen sich nicht vorschreiben, wann sie zu schlüpfen haben“, merkte Heinz Rigus an. „Oft tun sie das nachts“. Trotzdem: In den vergangenen neun Jahren konnten viele Tages-Besucher das Spektakel der aufbrechenden Eierschale und erste Schritte der kleinen Küken verfolgen.

Spannende Momente
Am Samstag jedenfalls verfolgen die Gäste mehrmals den spannenden Moment des Schlüpfens aus dem Ei. Katharina Tanneberger aus Braunschweig ist mit ihren drei Kindern Paula, 7, Johann, 5, und Marta, 3, ins Phaeno gekommen. „Wir waren schon im letzten Jahr zum Kükenschlüpfen hier“, erzählt die Mutter. „Am schönsten ist für die Kinder der Moment, wenn die Küken ganz zu sehen sind.“ Bereits geschlüpfte Hühnchen dürfen auch vorsichtig unter Anleitung von Rigus gestreichelt werden.
560 vorgebrütete Eier haben die Mitglieder des Geflügel-Zuchtvereins in die Wissenschafts-und Experimentierlandschaft am Nordkopf mitgebracht. „Aber nicht aus jedem Ei schlüpft ein Küken“, erläutert Heinz Rigus. „Wir hoffen auf 20 bis 25 Tiere pro Tag.“
Was dann, weil der Brutkasten noch bis zum Ostermontag, 2. April, im Phaeno bleibt, zwischen 200 und 250 Küken ausmachen würde. Danach geht es für die jungen Hühner zurück zu ihren Züchtern. Enteneier sind übrigens auch wieder mit dabei.

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