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Pedersen: „Bin stolz auf die Jungs“

Fußball: Nach Sieg gegen Jena wartet Würzburg auf Eintracht – Canbaz bis auf weiteres in U23

Schoss zwei Tore im Heimspiel gegen Jena: Eintrachts Yari Otto. Foto: Susanne Hübner

Braunschweig. Mit dem 2:0-Sieg gegen Carl Zeiss Jena glückte Eintrachts Drittliga-Fußballern der sehnlichst erhoffte Befreiungsschlag und ließ eine Zentnerlast von Mannschaft und Fans abfallen.

Das neu gewonnene Selbstbewusstsein soll nun die Basis für die weiteren Aufgaben sein.
Zunächst reisen die Löwen Samstag zu den Kickers aus Würzburg, bevor nächsten Dienstag der 1. FC Kaiserslautern seine Visitenkarte im Stadion abgeben wird.

„Ich bin stolz auf die Jungs, wie sie nach zwei schlechten Spielen und den beiden schwierigen Wochen mit dem Druck umgegangen sind“, lobt Henrik Pedersen seine Mannschaft. Zwar hatten sich die Löwen gegen Jena mit Licht und Schatten präsentiert, letztlich aber doch noch die Wende zum Guten geschafft. „Für uns stand viel auf dem Spiel und Mitte der zweiten Hälfte standen wir viel zu tief. Trotzdem haben wir das Spiel zu unseren Gunsten gedreht, das war mental sehr stark von meiner Mannschaft“, zeigt sich der 40-Jährige zufrieden.

Nervenstärke hatte vor allem Yari Otto an den Tag gelegt, der als Joker zweimal eiskalt vollstreckte und Pedersen zum Vergleich mit der Filmfigur „Forrest Gump“ veranlasste: „Er zeigt diese positive Energie und gibt Vollgas, anstatt sich Gedanken zu machen, das war in den zwei Situationen vor dem Tor sehr wichtig.“

Auch Neuzugang Manuel Janzer, der unmittelbar vor dem Führungstreffer den Ball eroberte, attestiert der Däne eine gute Leistung bei seinem Debüt im Eintracht-Trikot: „Man hat gesehen, dass er heiß war. Er wollte das Spiel gewinnen und hat diese Ausstrahlung nach seiner Einwechslung auch auf den Platz gebracht.“

Trotzdem ist ihm bewusst, dass sein Team die Intensität im Hinblick auf die bevorstehenden Aufgaben weiterhin hochhalten muss: „Wir analysieren immer auch die Leistung hinter dem Ergebnis und wissen, was wir in Würzburg besser machen müssen. Dort fangen wir wieder bei Null an und müssen uns den Sieg verdienen.“

Die Franken haben nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn eine Serie gestartet und die letzten vier Spiele allesamt gewonnen, für Pedersen der Beweis einer intakten Moral. „Die Mentalität in der Mannschaft ist hervorragend, sie machen momentan einen richtig tollen Job“, zollt er den Franken Respekt und sieht die Kickers als Favoriten an:
„Sie sind von der Tabellensituation klarer Favorit. Es wird eine schwierige, aber auch spannende Aufgabe für uns.“

Fraglich ist das Mitwirken von Frederik Tingager, der momentan individuell trainiert. Christoffer Nyman arbeitet in Schweden weiterhin für sich und brachte erste Einheiten mit Ball erfolgreich hinter sich, so dass Pedersen optimistisch ist: „Es sieht bislang positiv aus, wir werden Ende der Woche entscheiden, wann er nach Braunschweig zurückkommen wird.“

Negativ fiel hingegen Ahmet Canbaz auf. Der 21-Jährige hatte sich nach dem Jena-Spiel beim Trainerteam über seine Nicht-Einwechslung beklagt und wurde bis auf weiteres in die U23 versetzt. „Respekt füreinander zu haben ist einer unserer Basiswerte, diesen hat Ahmet nach dem Spiel vermissen lassen. Es geht nicht darum, ihn zu bestrafen, sondern um ein deutliches Signal, sich selbst zu reflektieren“, begründet Pedersen die Maßnahme.

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