Pedersen-Team will Vollgas geben

Fußball: Drittligist Eintracht Braunschweig empfängt am Freitag um 19 Uhr Carl Zeiss Jena

Hamburgs Lewis Holtby im Duell der Torschützen mit Eintrachts Mergim Fejzullahu (rechts). Beim 1:2 im Testspiel gegen den HSV zeigte die Eintracht vergangene Woche gute Ansätze. Foto: SH

Braunschweig. Übermorgen treffen die Blau-Gelben um 19 Uhr im Eintracht-Stadion auf Carl Zeiss Jena und wollen im vierten Anlauf endlich den ersten Heimspielerfolg landen.

Seit gestern weilt die Mannschaft von Trainer Henrik Pedersen im Trainingslager in Wesendorf und fokussiert sich intensiv auf die bevorstehende Aufgabe. „Hätten wir 15 Punkte, würden wir nicht ins Trainingslager fahren, das ist klar“,
erklärt der Coach, der sich vom Aufenthalt in der Südheide erhofft, dass sich seine Mannschaft neben Zielstrebigkeit auch die nötige Lockerheit holt, um gegen die Thüringer zu bestehen.

„Wir haben unsere besten Leistungen immer dann abgerufen, wenn wir im Spiel Vollgas gegeben haben, anstatt uns zu viele Gedanken zu machen“, so der Däne, der vor allem die Muster aufbrechen will, die zu den Niederlagen gegen Köln und Unterhaching geführt hatten: „Machen wir uns zu viele Gedanken, geht alles langsamer, so entstehen Unsicherheit, Passivität und Bewertungen, die wir aber erst nach dem Spiel vornehmen dürfen.“

Den Wochenbeginn erlebte der 40-Jährige „fokussiert und konzentriert mit ordentlicher Intensität“ bei den Übungseinheiten, in denen die Arbeit gegen den Ball im Vordergrund stand:
„Dabei war zu sehen, dass die innere Kommunikation stimmt; auch nach Fehlern weiter Gas zu geben, ohne sich zu viele Gedanken zu machen.“

Auf diese Weise möchte der Eintracht-Coach den nächsten Gegner bezwingen, auch wenn er die Aufgabe mit „großem Respekt“ angeht und dem Gast aus Jena seine Qualitäten bescheinigt:
„Das ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr kompakt steht und schnellen Umschaltfußball spielen kann. Man sieht, dass sie die Dinge gerne spielerisch lösen wollen.“

Als Favorit sieht er das Team von Mark Zimmermann am Freitag trotz der Tabellenkonstellation aber nicht: „Sie haben nichts zu verlieren, wenn sie bei uns zu Hause vor einer großen Kulisse antreten.“

Fraglich ist der Einsatz von Frederik Tingager, den erneut Leistenprobleme plagen. Ausfallen wird der in seiner schwedischen Heimat weilende Christoffer Nyman, der dort gestern zum ersten Mal wieder Einheiten mit Ball absolvieren konnte. Ebenfalls nicht mit dabei sind Samuel Abifade, Besfort Kolgeci, Nick Otto, Leon Bürger, Eric Veiga und Ayodele Adetula, die vorerst ausschließlich bei der U23 spielen und trainieren werden.

Trotz der bisher dürftigen Punktausbeute hofft Pedersen auch am Freitag auf eine große Kulisse und den gewohnt lautstarken Support der Eintracht-Fans: „Unsere Jungs wollen Gas geben und den ersten Heimsieg einfahren. Ich hoffe, dass uns die Fans dabei unterstützen. Wir brauchen auch in schwierigen Phasen die Unterstützung von den Rängen.“

So könnten sie spielen: Engelhardt – Amundsen, Valsvik, Burmeister, Sauerland (Becker) – Kijewski, Fürstner – Janzer (Putaro), Franjic, Bulut – Hofmann.

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