12. Dezember 2017
Kultur

Pelmeni erinnern Nastya an die Heimat

Bitte nachkochen: Was Wolfsburger mit ausländischen Wurzeln zu Weihnachten essen

Von Lotta von Rutenberg, 12.12.2017

Wolfsburg. Was wäre ein deutsches Weihnachtsfest ohne traditionelles Weihnachtsessen? Gans oder Ente mit Rotkohl und Knödeln – für viele Wolfsburger ein Muss. Auf anderen Festtafeln stehen Würstchen mit Kartoffelsalat oder Karpfen. Nicht alle feiern das Weihnachtsfest so traditionell. Unsere Mitbürger aus vielen unterschiedlichen Nationen feiern unseren christlichen Feiertag auf ihre ganz besondere Weise und kochen aus diesem Anlass ihr Nationalgericht. Die NW hat einige um ihre Rezepte gebeten.
Nastya Markina aus Russland ist derzeit als Au-pair-Mädchen in Wolfsburg und kocht am liebsten „Pelmeni“. „Das ist mein Lieblingsgericht und macht mich glücklich“, schwärmt sie.

Rezept für „Pelmeni“
Zutaten für 4 Personen: Für den Teig: 250 ml Milch, 250 g Mehl, 1 Ei, 1 EL Pflanzenöl, 1 TL Salz.
Für die Füllung: 350 Schweinefilet und 350 Rindfleisch (wahlweise 2 Sorten Fisch), 200 g Zwiebeln, Salz und Pfeffer, 3 bis 4 Lorbeerblätter, Petersilie
Den Teig vorbereiten. Mehl und Ei in eine Schüssel geben, dazu Öl und Salz. Alles mischen. Die Milch dazu gießen und den Teig kneten. Das Fleisch durch den Fleischwolf drehen und gehackte Zwiebeln hinzufügen, ebenso Salz und Pfeffer. Gut kühlen. Den Teig ausrollen und mit einem Glas oder kleiner Form kreisförmige Teigstücke auslösen. Für jeden Kreis 1 TL Hackfleisch in die Mitte geben und in der Mitte falten. Die Ecken schließen und mit etwas Wasser bestreichen. Danach in Wasser oder Brühe 5 bis 7 Minuten kochen. Mit Schmand und gehackter Petersilie genießen oder als Suppeneinlage essen.

Zutaten für 4 Personen: Für den Teig: 250 ml Milch, 250 g Mehl, 1 Ei, 1 EL Pflanzenöl, 1 TL Salz.
Für die Füllung: 350 Schweinefilet und 350 Rindfleisch (wahlweise 2 Sorten Fisch), 200 g Zwiebeln, Salz und Pfeffer, 3 bis 4 Lorbeerblätter, Petersilie
Den Teig vorbereiten. Mehl und Ei in eine Schüssel geben, dazu Öl und Salz. Alles mischen. Die Milch dazu gießen und den Teig kneten. Das Fleisch durch den Fleischwolf drehen und gehackte Zwiebeln hinzufügen, ebenso Salz und Pfeffer. Gut kühlen. Den Teig ausrollen und mit einem Glas oder kleiner Form kreisförmige Teigstücke auslösen. Für jeden Kreis 1 TL Hackfleisch in die Mitte geben und in der Mitte falten. Die Ecken schließen und mit etwas Wasser bestreichen. Danach in Wasser oder Brühe 5 bis 7 Minuten kochen. Mit Schmand und gehackter Petersilie genießen oder als Suppeneinlage essen.

Aus Kroatien stammt Karmelo Bjelis, der in der Diakonie Wolfsburg eine Ausbildung zum Altenpfleger absolviert. Das Nationalgericht in seiner Heimat will er an Heiligabend zubereiten.
„Peka“, so heißt es, wird unter einer großen gusseisernen Glocke auf einer Feuerstelle gegart, erklärt er. „Auf den geschlossenen Deckel wird immer wieder brennendes Holz nachgelegt. Es schmeckt aber genauso gut aus dem Backofen“, ist der Kroate überzeugt.

Rezept für „Peka“
Zutaten für 4 Personen: 2 Hähnchen, 4 Hähnchenschenkel, 800 g Kartoffeln, 5 Zwiebeln; Marinade (nach Geschmack): 1 EL Salz, Pfeffer, Paprikapulver süß oder scharf, Rosmarin, 200 ml Knoblauchöl.
Hähnchenfleisch waschen, trocken tupfen und mit Marinade bestreichen. Kartoffeln halbieren, Zwiebeln vierteln. Alles vermischen und in den Bräter legen. Bräter abgedeckt in den Ofen stellen (220 Grad). 1 Stunde zugedeckt lassen. Dann den Deckel abnehmen und noch etwa 30 Minuten grillen, so wird es knuspriger.

Mozafar Mohammadi aus Afghanistan lebt seit vier Jahren in Wolfsburg und arbeitet als Sattler und Polsterer in der Produktion eines VW-Zulieferers. „Qabuli Palau“ heißt das afghanische Nationalgericht, das seinen Ursprung in Kabul hat. „Wir essen es an nationalen Feiertagen“, erzählt er, „aber ebenso an familiären Festtagen wie Hochzeiten und oft auch bei Beerdigungen.“

Rezept für „Qabuli Palau“
Zutaten für 4 Personen: 900 g Basmati-Reis, 400 g Lammfleisch, 900 g Zwiebeln, 400 g Karotten, 50 g Rosinen (rot oder braun), 20 g Mandelstifte, Kardamom, Kümmelpulver, Pfeffer, 4 Knoblauchzehen, Brühe, etwas Zucker
Die Zwiebeln fein würfeln, Karotten in Streifen schneiden und dazugeben. Rosinen und gepresste Knoblauchzehen untermischen. Nach Bedarf mit Rapsöl, Salz, Kümmelpulver und Kardamom verfeinern. Reis 1 bis 2 Stunden in kaltem Wasser quellen lassen. Fleisch würfeln, Kardamom, Salz und Pfeffer in warmem Wasser verrühren. Zwiebeln anbraten und Fleisch dazugeben. Mit Gewürzmischung ablöschen, 1 Stunde zugedeckt in Brühe garen. Flüssigkeit gelegentlich abschäumen. Fleisch herausnehmen, warmstellen. Rosinen im Öl erhitzen, herausheben. Im selben Öl die Karottenstreifen mit Zucker 3 bis 4 Minuten anbraten. Den Reis abtropfen lassen und in der Fleischbrühe kochen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Alle Zutaten zusammenfügen und mit geschlossenem Deckel bei sehr niedriger Temperatur etwa 30 Minuten fertig garen. Zum Abschluss Rosinen und Mandeln darüber streuen.

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