Peterka: „Ich bin nicht der klassische Center“ | Neue Braunschweiger
30. September 2020
Sport

Peterka: „Ich bin nicht der klassische Center“

Basketball: Der Löwen-Neuzugang aus Tschechien im NB-Gespräch

Mit seinen 2,05 Meter ist Martin Peterka einer der Größten im Kader der Braunschweiger BBL-Basketballer. Foto: SH/imago

Braunschweig. In den ersten beiden Testpartien musste Basketball-Löwen-Neuzugang Martin Peterka noch zusehen – ein Muskelfaserriss hatte den tschechischen Big Man ausgebremst. Bei der knappen Testspiel-Niederlage gegen Oldenburg am vergangenen Sonntag (89:90) war der 25-Jährige dann erstmals dabei und markierte in knapp sechs Minuten vier Punkte. Die NB sprach zuvor mit dem Nationalspieler.

Martin Peterka, was gab für Sie den Ausschlag, erstmals Ihre Heimat zu verlassen, um in der Bundesliga zu spielen?

Ich habe zuletzt fünf Jahre in Nymburk gespielt, dem Serienmeister in Tschechien. Nun war mein Vertrag ausgelaufen und ich hatte Lust auf eine Veränderung. Als ich dann das Angebot bekam, nach Braunschweig zu wechseln, habe ich mich mit Löwen-Trainer Pete Strobl unterhalten. Das Gespräch hat für mich den Ausschlag gegeben, denn der Coach war mir gegenüber so freundlich und so offen, dass ich entschied, dass Braunschweig der Ort ist, an dem ich spielen möchte.

Bei der WM 2019 in China haben Sie mit Tschechien einen starken sechsten Platz belegt. Welche Erinnerungen haben Sie an das Turnier?

Diese WM war für die tschechische Mannschaft eine unglaubliche Erfahrung. Wir hatten ein tolles Team und haben sehr gut gespielt. Unser letztes Spiel war gegen Serbien, es ging um Platz fünf. Leider haben wir mit neun Punkten verloren, obwohl wir zur Halbzeit noch neun vorne lagen. Wir hätten sie schlagen können, aber Bogdan Bogdanovic (aus der NBA; d. Red.) hat uns mit 31 Punkten zerstört. Dennoch war es eine tolle Erfahrung, gegen Spieler wie Bogdanovic und Nikola Jokic anzutreten. Und die Menschen in Tschechien haben durch die WM ihre Liebe zum Basketball entdeckt.

Von den Löwen wurden Sie als „vielseitiger großer Spieler für die Positionen 4 und 5“ vorgestellt. Wie würden Sie ihren Spielstil beschreiben?

Ich bin gewiss nicht der klassische Center, sondern bevorzuge es, als Power Forward zu spielen, der von der Dreierlinie wirft und so das Spiel breit macht, aber auch zum Brett zieht oder seinen Mitspieler findet, der unterm Korb lauert. Ich habe aber auch kein Problem damit, wie ein Center zu agieren und größere Gegenspieler zu verteidigen. Auf der Center-Position habe ich außerdem den Vorteil, dass ich es offensiv oft mit langsameren Gegnern zu tun bekomme, was mir häufig Freiräume eröffnet. Aber ich bevorzuge die Position Vier.

Auch interessant