Pfitzner hängt noch ein Jahr dran

Drittliga-Fußball: Einer der stärksten Eintracht-Spieler bleibt den Löwen erhalten

Gehören zu den Gewinnern bei Eintracht: Marc Pfitzner (r.) und Benjamin Kessel. imago/Hübner

Braunschweig. 33 Akteure kamen in der abgelaufenen Spielzeit zum Einsatz. Viele davon stehen längst nicht mehr an der Hamburger Straße unter Vertrag, andere feierten eine triumphale Rückkehr zu den Löwen. Die NB präsentiert im ersten Teil die Gewinner der vergangenen zwölf Monate in Reihen der Löwen.

Marc Pfitzner: Was für ein Comeback des echten Braunschweigers! Nach seiner Rückkehr in die Löwenstadt wollte er seine Laufbahn eigentlich in der zweiten Mannschaft ausklingen lassen, musste jedoch aufgrund der schlechten Ausgangslage wieder „oben“ ran. Bildete nach der Winterpause zusammen mit Bernd Nehrig und Stephan Fürstner das Anführer-Trio im Mittelfeld und sicherte mit extremer Nervenstärke (fünf verwandelte Elfmeter) wichtige Punkte. Gestern teilte der Verein mit, dass „Pfitze“ noch ein Jahr dranhängt.

Robin Becker: Nachdem er auf der rechten Außenbahn nie wirklich glücklich agierte, wurde er von André Schubert zum Innenverteidiger umgeschult. Schon vor der Winterpause bildete er gemeinsam mit Steffen Nkansah ein bärenstarkes Duo und avancierte zu einem der kopfball- und zweikampfstärksten Defensivakteure der Liga. Selbst haltlose Rassismus-Vorwürfe von 1860 München und die damit einhergehende Sperre steckte der ehemalige Juniorennationalspieler weg. Eine der Entdeckungen der aktuellen Saison.

Jasmin Fejzic: Hatte sich nach dem Zweitligaabstieg in Richtung Magdeburg verabschiedet, wurde dort aber schon nach vier Spielen wieder aussortiert. Nahm zur Winterpause das Angebot zur Rückkehr ins Eintracht-Tor an und wäre den Löwen, genau wie die anderen Winterneuzugänge, auch im Abstiegsfall erhalten geblieben. Zeigte sich ausnahmslos als sicherer Rückhalt und blieb in 2019 gleich achtmal ohne Gegentor. Darüber hinaus rettete er mit dem 18. parierten Elfmeter seiner Profikarriere beim 0:0 in Kaiserslautern einen immens wichtigen Punkt für Eintracht.

Benjamin Kessel: Wechselte nach dem bitteren Zweitligaabstieg mit dem 1. FC Kaiserslautern in die vierte Liga zum 1. FC Saarbrücken. Nachdem sich die Aufstiegsambitionen der Saarländer aber schon zur Winterpause erledigt hatten, nahm auch er das Angebot zur Rückkehr in die Löwenstadt an. Erzielte im ersten Spiel des Jahres gegen Rostock die so wichtige Führung und präsentierte sich im weiteren Restrundenverlauf als der so dringend benötigte Mentalitätsspieler und Stabilisator.

Bernd Nehrig: Der Wechsel des St. Pauli-Kapitäns in die Löwenstadt markierte den wohl spektakulärsten Drittligatransfer des vergangenen Winters. Schon beim ersten Auswärtsspiel des Jahres gegen Zwickau unterstrich der 32-Jährige durch seinen Siegtreffer seinen Wert für die Mannschaft. Nach durchweg überragenden Leistungen verletzte sich der Routinier im Spiel gegen den Konkurrenten aus Großaspach schwer und fiel mit Achillessehnenteilabriss für den Rest der Spielzeit aus. Auch wenn es am Ende knapp zur Rettung reichte, tat sich die Schubert-Elf ohne ihren Vizekapitän bisweilen schwer.

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