Pfitzners Comeback ein Lichtblick

Eintracht verliert letztes Heimspiel in 2018 gegen Halle – Kruse mit Gehirnerschütterung

Marcel Engelhardt und Christoffer Nyman. Foto: imago/Hübner

Braunschweig. Die Negativspirale bei Eintrachts Drittliga-Fußballern dreht sich unaufhörlich weiter. Mit dem 0:1 gegen den Halleschen FC kassierte das Team von André Schubert den nächsten Nackenschlag. Zwar vergrößerte sich der Abstand zu den sicheren Plätzen lediglich um einen Zähler, dennoch benötigen die Blau-Gelben ein Wunder größeren Ausmaßes, um in der kommenden Spielzeit noch drittklassig zu sein.

Einzig positiver Aspekt am Wochenende war das erfolgreiche Comeback von Marc Pfitzner. „Den muss er halten, keine Frage“, beschönigte André Schubert bei der spielentscheidenden Situation nichts. Keeper Lukas Kruse hatte von Halles Pascal Sohm nahe der Grundlinie eine Hereingabe ins Zentrum erwartet; stattdessen bahnte sich der Ball jedoch den Weg durch die kurze Ecke ins Netz. Zu allem Überfluss musste der 35-Jährige das Feld mit einer leichten Gehirnerschütterung verlassen.

Als Ausrede für die Niederlage wollte der Eintracht-Coach den frühen Gegentreffer aber nicht gelten lassen. „Das schockt dich schon ein paar Minuten, du hast aber genug Zeit. Wir sind nicht komplett unvorbereitet dass irgendwann mal ein Gegentor fällt“, so Schubert, der mit seiner Mannschaft erst gegen Ende der Partie zufrieden sein konnte: „Wir haben in den letzten 30 bis 35 Minuten alles versucht, aber Halle ist keine schlechte Mannschaft.“

Für Freude beim blau-gelben Anhang sorgte deshalb lediglich die Rückkehr von Marc Pfitzner. Der 34-Jährige wollte eigentlich nur noch in Eintrachts Oberligateam auflaufen, stand nun aber wieder auf dem Feld und war bester Spieler im Eintracht-Trikot. „Es ist ein Zeichen, dass ein Spieler wie Marc kommt und es mit seiner Erfahrung relativ souverän spielt, ich habe ihn gut gesehen“, lobte Schubert seinen Routinier, der Ruhe ins Spiel brachte und vorbildliches Zweikampfverhalten an den Tag legte: „Da er in den letzten beiden Jahren dritte Liga gespielt hatte, wussten wir, dass es von der Matchpraxis kein Problem sein würde. Er ist ein guter Typ und hat uns heute gutgetan.“

Aufgrund der prekären Situation wird Pfitzner wohl mindestens bis zum Winter zum Kader der ersten Mannschaft zählen, die dann verstärkt werden soll, was laut Schubert vor allem für die jungen Spielern eine enorme Hilfe wäre: „Wir haben eine Reihe von sehr jungen, guten Spielern, die sich ganz anders zeigen und entwickeln würden, wenn zwei bis drei erfahrene Akteure um sie herum wären, die sie führen. Wir wissen, dass wir ein paar deutliche Veränderungen im Kader brauchen.“

Laut Schubert gehe es um Spieler „die die Liga möglichst kennen und zu hundert Prozent annehmen“, da manche Akteure des aktuellen Kaders seiner Meinung nach nicht ihr volles Potenzial abrufen wollen oder können: „Aus welchen Gründen auch immer kommen bestimmte Spieler nicht an ihre Leistungsgrenze. Vielleicht sieht der eine oder andere junge Spieler den Verein nur als Durchgangsstation, während sich andere sagen, dass sie höherklassig spielen müssten.“

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