Pippelweg: Stadt führt „intensive Gespräche“ | Neue Braunschweiger
9. August 2019
Soziales

Pippelweg: Stadt führt „intensive Gespräche“

Stadt hat Haus gemietet, jetzt steht es leer – Remenhof hat junge Flüchtlinge aufgenommen

Schon seit dem Jahreswechsel wohnen in den Haus am Pippelweg keine unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge mehr. Archivfoto: Nizar Fahem

Westliches Ringgebiet. Im September 2015 waren praktisch über Nacht 900 Flüchtlinge mit dem Zug in Braunschweig angekommen. Viele weitere sollten folgen. Darunter auch junge, noch nicht volljährige Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder Eritrea. Die Stadt nahm sie in ihre Obhut, richtete betreute Wohnunterkünfte und -gruppen ein. Seither hat sich die Situation grundlegend gewandelt.

Längst wohnt kein Jugendlicher mehr in der Neuen Knochenhauerstraße oder aber in dem angemieteten und sanierten Haus im Pippelweg. Einer NB-Leserin ist das aufgefallen. Ihre Frage: Könnte man das Haus zwischenzeitlich nicht anders nutzen, beispielsweise an Studenten vermieten?

Wir fragten, welche Pläne die Stadt mit der Immobilie hat. Es antwortet Pressesprecher Adrian Foitzik: „Zum Jahreswechsel 2019 sind die Jugendlichen, die noch in städtischer Betreuung am Pippelweg waren, in Wohngruppen der Remenhof Stiftung gewechselt. Mit der Remenhof-Stiftung kooperiert die Stadt bei der Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge schon seit längerem.

Da keine weiteren minderjährigen Flüchtlinge zugewiesen werden, hat die Stadtverwaltung die Einrichtung am Pippelweg aufgelöst. Sie führt derzeit intensive Gespräche über Möglichkeiten der weiteren Nutzung.“ Es liege nahe, in dem Haus wie zuvor schon wieder Wohngruppen einzurichten.

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