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Polizei: „An Sicherheit denken“

Zum „Tag des Einbruchsschutzes“ informierten Beamte am Samstag in der Burgpassage.

Kriminalkommissar Peter Voiß (3.v.l.) erklärt Peter und Ingrid Bothe, worauf es beim Einbruchsschutz ankommt. Foto: T.A.

Von Birgit Leute, 24.10.2015.

Braunschweig. Skimming ist kein Thema mehr, Falschgeld und Einbrüche schon. Anlässlich des bundesweiten „Tag des Einbruchsschutzes“ am morgigen Sonntag informierten Beamte der Polizeiinspektion Braunschweig und Mitarbeiter der Bundesbank in der Burgpassage über die Gefahren.

„Der ’Tag des Einbruchsschutzes‘ fällt immer zusammen mit der Zeitumstellung. Die Bürger sollen sich in der zusätzlichen Stunde, die der Tag dauert, Gedanken über ihre Sicherheit machen“, erläutert Kriminalhauptkommissar Peter Voiß von der polizeilichen Beratungsstelle.
Nötig ist es, denn was die Zahl der Einbrüche betrifft, sind die, nach Voiß, im Umland von Braunschweig gestiegen. „Wir sind in diesem Zusammenhang froh, dass sich im direkten Stadtgebiet Braunschweig dieser Trend nicht widerspiegelt“, so der Kriminalhauptkommissar.

An einer Tür demonstrierte der Beamte Besuchern wie der Schließmechanismus sicherer wird und informierte auch über die kostenlose Vor-Ort-Beratung der Polizei. „Unsere Beamten nehmen dann Fenster und Türen genauer unter die Lupe und geben gegebenenfalls konkrete Empfehlungen für die Sicherung“.

Mit „falschen Fuffzigern“ testete Michael Claessen von der Deutschen Bundesbank die Passanten in der Burgpassage. Woran lässt sich eine Blüte, woran das Original erkennen? Keine leichte Aufgabe, denn Fälscher sind clever. Claessen hatte einen einfachen Rat: „Befühlen Sie den Geldschein.“ Ist er glatt, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Fälschung aus Papier. „Originalscheine werden immer aus Baumwolle hergestellt und fühlen sich vollkommen anders an.“ Auch Wasserzeichen, Silberfaden und Hologramm sind Punkte, in denen sich Blüte und echter Schein unterscheiden. „Wenn Sie den Schein bewegen, müssen Wasserzeichen und Hologramm deutlich sichtbar werden und zum Teil verändern. Der Silberfaden sollte sich nicht knicken lassen“, nennt Claessen einige Merkmale.

Rein gar nichts, so der Experte, würde der Strich bringen, mit dem Kassierer an der Supermarktkasse Scheine im Schnelltest prüften. „Die Flüssigkeit der Stifte reagiert mit Stärke, die in Papier, also der Blüte enthalten ist. Die Fälscher sprühen aber einfach Haarspray auf den Schein und machen den Test wirkungslos.“

Die Bundesbank bietet kostenlose Schulungen für den Einzelhandel und alle, die mit Geld zu tun haben, an, bei denen die Mitarbeiter lernen, auf die entscheidenden Dinge zu achten. „Wir müssen uns selber ständig fortbilden, denn Fälscher sind schnell: Der neue Zehn-Euro-Schein gab im vergangenen Jahr heraus, vor drei Monaten gab es bereits die ersten Fälschungen.“ so Claessen.

Entwarnung konnte die Polizei beim Skimming, dem sogenannten Abfischen von Daten am EC-Automaten geben. „Es gibt praktisch keine Fälle mehr, weil die Automaten inzwischen so sicher geworden sind, dass sich Skimming für Kriminelle nicht mehr lohnt“, ordnet Peter Voiß ein.

Service

Informationen zu Schulungen über gefälschte Banknoren gibt es unter www.deutschebundesbank.de.

Einen Termin für eine kostenlose Überprüfung des Hauses in Hinblick auf Schwachstellen im Einbruchsschutz lässt sich unter Telefon 476-2005 (Montag bis Freitag von 8.30 bis 15.30 Uhr) oder unter 476-3050 vereinbaren.

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