Pourié stärker als Proschwitz | Neue Braunschweiger
22. Juli 2020
Sport

Pourié stärker als Proschwitz

Bewertung der Eintracht-Neuzugänge Teil zwei – Schlüter und Wiebe überzeugen

Spielten gelegentlich als Doppelspitze: Nick Proschwitz (r.) und Marvin Pourié.. Archivfoto: Christian Schroedterimago images

Braunschweig. Teil zwei der Bewertung der Neuzugänge von Eintracht Braunschweig:

Marvin Pourié (18 Einsätze, 4 Tore, 4 Vorlagen): Der Leihspieler aus Karlsruhe deutete seine spielerische Klasse vom ersten Tag an, fand aber erst nach der Corona-Pause zu seiner Rolle. Ackerte im Sturmzentrum unermüdlich, machte Bälle fest und schuf Raum für seine Mitspieler. Zwar erreichte der Drittligatorschützenkönig der Vorsaison diesmal keine vergleichbare Quote, war aufgrund seiner Spielweise jedoch eine der offensiven Schlüsselfiguren. Hat beim KSC trotz Vertrags keine Perspektive, sein Verbleib ist letztlich Verhandlungssache zwischen den Clubs.

Nick Proschwitz (29 Einsätze, 5 Tore, 3 Vorlagen): Als Torjäger verpflichtet wirkte der 33-Jährige in seiner Spielweise oft phlegmatisch und wurde den hohen Erwartungen trotz einiger wichtiger Treffer nicht gerecht. Da sich der ehemalige Premier-League-Profi im Herbst seiner Karriere befindet, dürfte er für die zweite Liga keine Option sein. Ein vorzeitiger Wechsel ist trotz laufendem Vertrag deshalb wahrscheinlich.

Lasse Schlüter (8 Einsätze): Wurde kurz nach Saisonstart durch eine Verletzung zurückgeworfen und konnte bis Weihnachten keine einzige Einsatzminute in der Liga verbuchen. Nachdem eine Leihe zu Viktoria Köln im Winter gescheitert war, feierte der 28-Jährige gegen Kaiserslautern sein Debüt und konnte nach dem Re-Start häufig überzeugen. Besitzt noch ein Jahr Vertrag und dürfte den Konkurrenzkampf mit Niko Kijewski deshalb auch in der zweiten Liga fortsetzen.

Danilo Wiebe (27 Einsätze, 1 Tor, 2 Vorlagen): Als Testspieler verpflichtet entpuppte sich der 26-Jährige als eine der großen Überraschungen der abgelaufenen Saison. Er überzeugte vor allem durch Ruhe am Ball und sein spielerisches Auge. Zeigte sich nach der Corona-Pause auch im Zweikampf verbessert und konnte sich frühzeitig über seine Vertragsverlängerung freuen.

Robin Ziegele (20 Einsätze, 1 Tor): Der Ex-Wolfsburger konnte nach einer Anlaufzeit überzeugen, präsentierte sich bisweilen aber auch unkonzentriert. Im neuen Jahr mit mehr Licht als Schatten wurde er in der Corona-Pause durch eine Verletzung zurückgeworfen. Auch wenn er im Aufstiegskampf letztlich nicht mithelfen konnte, dürfte er als junger, entwicklungsfähiger Spieler eine gute Zukunftsperspektive in der blau-gelben Innenverteidigung besitzen.

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