Projekt Bahnstadt ist eine Runde weiter

Abstimmung mit dem Land – Geänderte Gebietsgrenzen werden dem Rat vorgelegt

Stadtbaurat Heinz Leuer stellt das Projekt „Bahnstadt“ bereits im April vergangenen Jahres in der Stadthalle vor. Foto: Konrad

Braunschweig (ako). Das Projekt „Bahnstadt“, Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) und einer der wichtigsten Bausteine der Braunschweiger Stadtentwicklung in den nächsten Jahren, soll eine weitere Hürde nehmen.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Rat beschlossen, den Umbau der brachliegenden oder bald ungenutzten Flächen der Deutschen Bahn südöstlich des Hauptbahnhofs zur Förderung durch Bund und Land anzumelden. Inzwischen wurde noch einmal die genaue Gebietsabgrenzung festgelegt, über die der Rat beschließen soll.
„Mit der Bahnstadt wollen wir auf einer Fläche von rund 82 Hektar eines der größten Stadtumbaugebiete Niedersachsens entwickeln und ein ganz neues Braunschweiger Stadtquartier schaffen“, sagt Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Die Stadtverwaltung bewirbt sich für ein Fördervolumen von rund 21 Millionen Euro mit einem Eigenanteil von rund sieben Millionen Euro. Ein Beschluss über die Aufnahme in das Förderprogramm wird nach der Sommerpause in diesem Jahr erwartet. Wenn der Rat der überarbeiteten Programmanmeldung zustimmt, wird es auch eine öffentliche Informationsveranstaltung über die veränderten Gebietsgrenzen geben. Die Bürger werden außerdem an der Planung beteiligt.

Neu in das Projektgebiet aufgenommen wurde das Wohngebiet an der Ackerstraße entlang der Straßen Tilsit-, Tannenberg-, Masuren- und Königsberger Straße. Unverändert geblieben sind dagegen die Pläne für den Bereich Mitte – verbunden mit dem Abbruch der Stützmauer an der Borsigstraße – und für den Bereich Nord mit dem Südeingang des Hauptbahnhofs. Dort soll ein urbanes Stadtquartier am Hauptgüterbahnhof mit Wohneinheiten und einer Entlastungsstraße entstehen.

Der südliche Bereich erstreckt sich über das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks sowie den Bereich zwischen Bebelhof und der Autobahn 39 mit Kleingärten und Sportanlagen.

Neu aufgenommen wurde hier ein Teil des Wohngebietes Bebelhof entlang der Straßen Borsigstraße, Limbeker Straße, Frieseweg, Kruppstraße, Rischkampweg und Schefflerstraße. Hier ist geplant, das Wohnumfeld zu verbessern. Als weitere Maßnahme im südlichen Bereich ist der Neubau einer Entlastungsstraße vorgesehen, um das Wohngebiet Bebelhof und insbesondere die Borsigstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien.
Für die Förderfähigkeit entscheidend ist, dass ein Schwerpunkt im Stadtumbaugebiet „Bahnstadt“ auf der Wohnraumentwicklung liegt. In Wohnneubaugebieten wird seitens des Landes ein Anteil von 30 Prozent sozialem Wohnungsbau in Mehrfamilienhäusern gefordert. Die Erschließung und Neuordnung von gewerblichen Flächen musste daher zugunsten des Wohnens reduziert werden.

Die im Juni noch vorgesehenen Maßnahmen das Ringgleis inklusive Brücken betreffend, können nach Aussagen des Fördergebers derzeit nicht innerhalb des Förderprogrammes „Stadtumbau“ berücksichtigt werden.
Die Entscheidung trifft der Rat in seiner Sitzung am 12. Februar.

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