Prosit Karneval: Am 11.11. geht’s los | Neue Braunschweiger
9. November 2018
Menschen

Prosit Karneval: Am 11.11. geht’s los

In der Brauerei Wolters wurde der Prinzensud für die neue Session verkostet

Das scheidende Dreigestirn mit Braumeisterin Maike Kelz (von links): Till Jan Dyczka, Prinz Detlef I. (Koch) und Bauer Peter Nessel. Foto: Marion Korth

Braunschweig. Immer tiefer in den Bauch der Brauerei ­hinein, durch gekachelte Gänge, an Rohren und Kesseln vorbei. Warm ist es hier unten, ein würziger Duft führt direkt dorthin, wo der 36. Prinzensud darauf wartet, von Braunschweigs führenden Karnevalisten verkostet zu werden.

Hausherr Peter Lehna heißt die närrischen Gäste in der Brauerei Wolters willkommen: „Der 36. Prinzensud in 35 Jahren – das dürfte einzigartig sein in Deutschland.“ Obwohl die 400 Hektoliter, die jedes Jahr gebraut werden, bei weitem nicht ausreichen, soll der Prinzensud als „echte Saisonspezialität“ beibehalten werden. Ein kleines Zugeständnis macht der Brauereichef dann aber doch: In diesem Jahr werden 444 Hektoliter gebraut – eine Zahl, wie sie ganz nach dem Geschmack der Karnevalisten ist.

Erst wenn die obersten Karnevalisten ihr O. K. gegeben haben, wird der noch naturtrübe Prinzensud gefiltert (v. l.): Bernd Ratayczak, Präsident der Braunschweiger Karnevalgesellschaft von 1872, Brauereichef Peter Lehna, Karsten Heidrich, Präsident der Karneval-Vereinigung der Rheinländer, und der neue Präsident der Mascheroder Karnevalgesellschaft, Klaus-Peter Bachmann. Foto: Korth

Die Verkostung des ersten Prinzensuds, der traditionell bei Wolters gebraut wird, ist ein wichtiger Termin, spätestens seit Donnerstag ist klar, dass es den Karnevalisten zum Start der neuen Session an Nichts fehlen wird. Braumeisterin Meike Kelz wurde zum Gelingen der süffigen Bierspezialität gratuliert. Gespannt schauen nun alle auf Sonntag, wenn am 11.11. um 11.11 Uhr die fünfte Jahreszeit begrüßt und der neue Prinz im Altstadtrathaus proklamiert wird.
Ein bisschen Wehmut war am Donnerstag auch dabei. Prinz Detlef I. erinnerte sich, wie ihn der Anruf des Präsidenten der Rheinländer im Kleingarten erreicht hatte, und er von seiner bevorstehenden Proklamation erfahren hatte. „Ja, es war eine sehr schöne Session“, blickt der Prinz zurück. Zwar sei er Mitglied bei den Braunschweiger Karnevalisten, aber da er aus Göttingen kommt, habe er mit dieser Ehre nicht gerechnet. Wer ihm als Tollität folgen wird, ist übrigens absolute Geheimsache. „Wir wissen es nicht“, sagt Till Jan Dyczka.

Zum sechsten Mal hat Meike Kelz den Prinzensud gebraut. Foto: Marion Korth

 

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