Revanche für das Hinspiel-Debakel

Basketball-Bundesliga: Die Löwen treten heute (20.30 Uhr) bei den starken Oldenburgern an

Guard DeAndre Lansdowne (Mitte) war im Hinspiel mit 20 Punkten treffsicherster Löwe. Nur Oldenburgs Will Cummings (rechts) punktete noch besser. Foto: Hübner/imago

Braunschweig. Nach ihrem Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen Crailsheim wollen die Löwen-Basketballer heute Abend (20.30 Uhr) erneut Punkte für die Playoffs sammeln. Die Aufgabe ist diesmal allerdings weitaus schwieriger: Statt des Schlusslichts ist mit den Baskets Oldenburg diesmal der Tabellenzweite und damit ein Spitzenteam der Basketball-Bundesliga der Gegner der Braunschweiger.

Nur ungern erinnert man sich an die Heimpleite am 29. September 2018, der ersten Begegnung der laufenden Saison. Damals kamen die Löwen vor 3100 erwartungsfrohen Zuschauern in der VW-Halle mit 64:100 unter die Räder. „So, wie sie sich heute präsentiert haben, gehören sie für mich auf jeden Fall zu den Topfavoriten“, sagte Löwen-Trainer Frank Menz damals über die blendend aufgelegten Oldenburger, die das Erreichen des Playoff-Halbfinals als Saisonziel angepeilt haben.

Überragend präsentierte sich im Hinspiel vor allem Will Cummings. Der Point Guard, vor der Saison von Eurocup-Sieger Darüssafaka Istanbul gekommen und zweifelsohne „ein europäischer Spitzenspieler“ (Menz), war von der Löwen-Verteidigung nicht zu stoppen und schenkte den Gastgebern 25 Punkte ein. Dass das keineswegs eine Eintagsfliege war, zeigt ein Blick in die Liga-Statistik: Mit 19,1 Zählern liegt Cummings auf Platz zwei der besten Punktesammler, nur Gießens Center John Bryant punktet häufiger. Auf Rang drei und vier lauern dann übrigens schon die beiden Braunschweiger Topscorer, DeAndre Lansdowne (18,4 Punkte) und Scott Eatherton (17,3).

Es könnte also eine offensivbetonte Begegnung werden, auch wenn besonders die Löwen versuchen werden, den Spielstand niedrig zu halten. Mit 100 Punkten des Gegners wie im Hinspiel – oder 99 wie in den beiden jüngst verlorenen Auswärtspartien in Crailsheim und Gießen – wird es jedenfalls schwierig zu gewinnen. Eine Demontage wie im September, als die mittlerweile sechstplatzierten Löwen noch nicht auf dem aktuellen Niveau agierten, ist heute aber eher nicht zu befürchten.

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