23. Januar 2018
Kultur

„Rhetorik ist für uns als Ausbilder enorm wichtig“

Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg veranstaltete den 19. Rhetorik-Wettbewerb für Schüler und Schülerinnen

Von Marlen Weber, 23.1.2018

Gifhorn. So vielfältig wie schon lange nicht mehr präsentierten die 13 Schüler ihre Beiträge vor dem Publikum und der dreiköpfigen Jury Andrea Haupt (Wolfsburger Figurentheater), Chris-Ronald Schulze und Sina Sosniak (Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg). Gleich sieben Schulen nahmen an dem Wettbewerb teil, wobei die IGS Sassenburg Premiere hatte und mit zwei ihrer Schüler unter den besten Fünf landete.

Inhaltlich hatten die Schüler recht großen Spielraum, sich kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer konnten sich entweder mit Thema eins rund um die Sprachentwicklung beschäftigen oder den Fokus auf das Thema zwei legen, bei dem es einerseits um politisches Engagement Jugendlicher und andererseits um den hohen Altersdurchschnitt von Parteimitgliedern ging. Bewertet wurde von den Jurymitgliedern außer Sprache und Inhalt auch Mimik und Struktur des Vortrags.
Für Valerie Dresner (16 Jahre) und Melissa Kurtovic (17 Jahre) war es die erste Teilnahme an einem Rhetorikwettbewerb. Beide setzten sich mit dem Thema rund um die Sprache auseinander, wobei Valerie Dresner hinterfragte, ob man eigentlich einem Sprachverfall oder einer Sprachentwicklung gegenüber stehe. Melissa Kurtovic sieht die deutsche Sprache als Rosenbusch, der vielfältiger nicht sein kann. Beide sahen im Wettbewerb eine interessante Herausforderung: „Man kann hier nur dazulernen, egal, ob man im späteren Verlauf einen Schwerpunkt auf Rhetorik legt oder nicht. Vortragen muss man immer mal, ob im Studium oder im Beruf“, so Kurtovic.
Der Sparkasse liegt besonders viel an dieser Veranstaltung. „Als großer Ausbilder ist uns die Bedeutung der Rhetorik durchaus bewusst. Gerade in unserem Bereich ist die Sprache besonders wichtig“, erzählt Sina Sosniak.
Dass dem so ist wird auch durch die Auszubildenden Jenny Pieper und Marcel Schroedter deutlich, die gemeinsam durch das Programm geleitet haben. „Wir nutzen hausintern solche Gelegenheiten, um unsere Fähigkeiten zu verbessern und das freie Sprechen vor Gruppen zu üben“, erzählt Pieper, die wie ihr Kollege Schroedter bereits eine Laudatio bei einer Preisverleihung halten durfte.
Bereits zum dritten Mal nahm Lorenz Detering vom Otto-Hahn-Gymnasium Gifhorn teil. An seiner Schule betreut Lehrer Thomas Husemann seit einigen Jahren eine Rhetorik-AG. Gebrauchen kann der Abiturient diese Fähigkeit insbesondere in seiner Zukunft, da er ein Politikstudium bei der Bundeswehr anstrebt und dieses mit der Offizierslaufbahn verknüpfen möchte.
Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde sowie einen 25 Euro Gutschein. Die fünf Besten des Wettbewerbs, Sieger Tilman Mai (IGS Sassenburg), Valerie Driesner (IGS Sassenburg), Felix Spilner (Ratsgymnasium Wolfsburg), Johanna Hallmann (Humboldt-Gymnasium Gifhorn), Melissa Kurtovic (Gymnasium Hankensbüttel) durften sich über Gutscheine im Wert von 50 bis 150€ Euro freuen und qualifizierten sich für den regionalen Wettbewerb, der am 12. Juni 2018 in Braunschweig stattfinden wird.

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