Romani advenerunt! | Neue Braunschweiger
31. August 2013
Kulturelles

Romani advenerunt!

Landesausstellung wurde gestern eröffnet.

Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic spricht bei der feierlichen Eröffnung der Landesausstellung zu den Gästen im Dom …

Von Martina Jurk, 01.09.2013

Braunschweig. Die Römer sind da! Ab heute ist die Landesausstellung „Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn“ im Landesmuseum zu sehen.

Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit, vielen Vorschusslorbeeren durch die Medien und einer Mammutarbeit aller Beteiligten wurde die Ausstellung gestern Abend feierlich eröffnet. Das Latinum wird in diesen Tagen viel bemüht, so auch von Domprediger Joachim Hempel, der die rund 600 geladenen Gäste, unter ihnen drei Minister, im Dom begrüßte. „Die Archäologie erzählt Geschichten, die die Menschen in ihren Bann ziehen“, sagte die Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic. Sie ordnete die spektakulären Funde eines germanisch-römischen Schlachtfeldes am Harzhorn als gleichbedeutend mit dem Fund der Schöninger Speere ein.
Das Braunschweigische Landesmuseum sieht sogar für die Zeit der Ausstellung bis zum 19. Januar die „Löwenstadt“ in „Römerstadt“ verwandelt. Dass die Landesausstellung ein Erfolg wird, darüber herrschte gestern bei der Eröffnung Einigkeit. „Die Archäologie ermöglicht uns Einblicke in vergangene Epochen. Die Aufgabe des Landes ist es, sie zu präsentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagte Gabriele Heinen-Kljajic. Aus diesem Grund habe das Land die Erforschung und Präsentation des Jahrhundertfundes mit mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützt. Die Kulturministerin wurde begleitet von der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Finanzminister Peter-Jürgen Schneider.
Für Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann zeige sich ein weiteres Mal die Bedeutung Braunschweigs als große Kulturstadt. Für die Menschen sei es wichtig, sich mit ihrer Stadt und der Region zu identifizieren, und dazu würden eben solche Präsentationen wie die Landesausstellung und das Paläon mit den Schöninger Speeren beitragen, auch wenn es vor 300 000 beziehungsweise 1700 Jahren weder Braunschweig noch die Region in dieser Form gegeben habe. „Ich hoffe, dass junge Menschen durch die Landesausstellung animiert werden, sich mit der Geschichte ihrer Heimat zu befassen, sagte der Oberbürgermeister in seinem Grußwort.
Domprediger Joachim Hempel spannte den historischen Bogen vom Harzhorn zum Burgplatz und rief begeistert aus: „Was für eine Geschichte!“ Der gesamten Ausstellung gebühre eine emphatische Begrüßung.
Von heute an bis zum 19. Januar 2014 ist die Ausstellung für Besucher geöffnet. Sie wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm.
Unter anderem können die Besucher in verschiedene Rollen schlüpfen oder selbst eine Rüstung oder ein Kettenhemd anlegen.

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