Schade: Eintracht verliert mit 0:1

1. Fußball-Bundesliga: Braunschweiger unterliegen zum Saisonauftakt gegen Werder Bremen.

Viel Arbeit hatten die Blau-Gelben gegen Werder Bremen. Foto: Thomas Ammerpohl

Von Elmar von Cramon

Braunschweig. Es hat nicht sollen sein. Mit viel Pech unterlag Neu-Bundesligist Eintracht Braunschweig gestern abend zum Erstligaauftakt mit 0:1 (0:0) gegen Werder Bremen.

Zlatko Junuzovic traf mit seinem Kontertor in den Schlussminuten mitten ins blau-gelbe Herz, obwohl Eintracht zuvor die besseren Möglichkeiten besessen hatte. Ihre anfängliche Nervosität hatten die Eintracht-Spieler im Laufe der Partie abgestreift und die Werder-Abwehr im zweiten Durchgang gehörig ins Schwimmen gebracht. Letztlich setzte sich mit Bremen aber das glücklichere Team durch und feierte seinen ersten Sieg seit Anfang Februar.
Schon vor Beginn des Spiels hatten die Fans in der Südkurve für Gänsehautathmosphäre gesorgt. Mehrere großflächig angelegte Choreographien wurden über die gesamte Kurve aufgezogen und begrüßten die Blau-Gelben nach 28-jähriger Abstinenz zurück in der Eliteklasse.
Beide Teams begannen nervös und verzeichneten mit einem Kopfball von Nils Petersen (6.) und einem Schuss von Jan Hochscheidt (8.) jeweils eine Offensivaktion. Werder versuchte, sich mit schnellem Kombinationsspiel über die Flügel durchzusetzen scheiterte aber ein ums andere Mal an den Eintracht-Akteuren, die sich mit viel Leidenschaft in die Partie kämpften. Die Bremer machten zwar den gefälligeren Eindruck, zündende Ideen waren aber Mangelware. Ein Distanzschuss von Gebre Selassie (33.) und ein Kopfball von Petersen, den Marjan Petkovic mit einem Reflex abwehrte (40.), waren die einzigen weiteren Torgelegenheiten. Eintracht wurde durch einen Kopfball von Jan Hochscheidt (23.) gefährlich.
Deniz Dogan musste mit Muskelproblemen in der Kabine bleiben, für ihn kam Marcel Correia. Kurz nach dem Wechsel eine erste Schrecksekunde für Eintracht: Petkovic ließ einen Freistoß von Mehmet Ekici klatschen, konnte den Ball vor dem heranstürmenden Petersen aber noch wegschlagen(47.). Ken Reichel verzog nach schönem Pass von Hochscheidt von der Strafraumgrenze (58.) wenig später zog der Linksverteidiger aus 30 Metern ab, traf mit seinem Gewaltschuss aber nur die Latte (63.). Fortan hatten die Löwen Blut geleckt. Simeon Jackson verfehlte das Bremer Tor nur knapp (64.), Mirko Bolands gefährliche Hereingabe wurde von Cedric Makiadi (72.) gerettet. Ermin Bicakcic setzte einen Seitfallzieher aus kurzer Distanz knapp über dem Tor (72.).
Schließlich aber doch das Gegentor. Ein Befreiungschlag von Sebastian Prödl landete beim zentral durchgestarteten Zlatko Junuzovic, der Petkovic keine Chance ließ. Kurz vor dem Ende schoss Jan Hochscheidt Caldirola an (88.). Eintracht musste sich geschlagen geben, wurde von den Fans aber minutenlang für die couragierte Vorstellung gefeiert.

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