Schafft Eintracht die Überraschung? | Neue Braunschweiger
7. Februar 2020
Sport

Schafft Eintracht die Überraschung?

Eine ähnliche Bilanz nach 22 Spielen reichte bislang vier Mal zum Aufstieg

Martin Kobylanski ist mit sieben Treffern nach 22 Spielen Eintrachts erfolgreichster Torschütze. Insgesamt liegt die Offensive auf dem 13 Rang der Dritten Liga. Foto: Hübner/imago images

Braunschweig. Mit 34 Zählern rangiert Eintracht nach 22 Spieltagen auf Rang 5. In elf Drittligaspielzeiten gelang es vier Mannschaften mit der gleichen oder einer geringeren Punktzahl noch in die Aufstiegszone zu rutschen.

2009/10 hatten sich hinter dem Spitzenduo aus Osnabrück (39 Punkte) und Ingolstadt (36) mit Offenbach, Heidenheim und Erzgebirge Aue gleich drei Teams mit 34 Punkten platziert. Das Rennen machte schließlich die Mannschaft aus dem Erzgebirge, die Eintracht am vorletzten Spieltag mit 2:1 besiegte und so das Aufstiegsticket buchen konnte. Zuvor hatten die Löwen unter Torsten Lieberknecht eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt und beendeten die Saison mit 61 Punkten als Vierter.

Diese Punktezahl reichte Jahn Regensburg 2011/12, um sich den dritten Rang zu sichern und sich in der Relegation gegen den Karlsruher SC durchzusetzen. Am 22. Spieltag hatten die Oberpfälzer mit 38 Punkten noch vor Sandhausen (37) und Aalen (34) rangiert, in der Endabrechnung reichten Tabellenführer Sandhausen 66 Zähler, während Aalen mit 64 Punkten aufstieg.

Nur eine Spielzeit später bot sich hingegen ein umgekehrtes Bild. Die drei Aufsteiger Karlsruhe (79), Bielefeld (76) und Osnabrück (73) durchbrachen allesamt die 70-Punkte Schallmauer und verwiesen Heidenheim und Münster mit jeweils 72 Punkten auf die Plätze vier und fünf. Eine solche Punktzahl hätte in jeder anderen Drittligasaison mindestens für den Relegationsrang gereicht. Die Münsteraner hatten am 22. Spieltag noch mit 43 Zählern auf dem dritten Platz gestanden, eine Punktzahl, die für jedes Drittligateam in der Geschichte mit der gleichen Ausbeute zum gleichen Zeitpunkt den Aufstieg bedeutet hätte.
Ganz kurios verlief der Aufstiegskampf in der Saison 2015/16. Die späteren Aufsteiger Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue waren bereits am 22. Spieltag mit 46 beziehungsweise 36 Punkten in der Aufstiegszone zu finden.

Außerdem dabei: Der Dorfclub Sonnenhof Großaspach, der mit 38 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz rangierte, später mit 54 Zählern aber nur siebter wurde. Den Sprung in die zweite Liga schaffte Neuling Würzburg über die Relegation gegen den MSV Duisburg. Zuvor hatten die Franken eine wahre Energieleistung hingelegt. Am 22. Spieltag stand die Mannschaft seinerzeit mit nur 26 Zählern auf Rang elf, setzte anschließend aber zu einer Serie an und holte allein aus den letzten zehn Spielen 26 Punkte.

Ein ähnlicher Sprung gelang ein Jahr später Holstein Kiel. Mit 30 Punkten lagen die „Störche“ am 22. Spieltag noch auf Rang 10, schoben sich am Ende aber mit 67 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz. Auch die Kieler bewiesen im Schlussspurt starke Nerven und gewannen jedes der letzten fünf Spiele.

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