26. Juni 2021
Sport

Schiele: „Bin voller Tatendrang“

Löwen am Dienstag in Wolfenbüttel – Eintracht-Coach freut sich auf „super Kulisse“

Cheftrainer Michael Schiele beim Trainingsauftakt am Sonntag. Foto: Darius Simka/regios24

Braunschweig. Vor noch nicht einmal 12 Monaten stieg Michael Schiele mit den Würzburger Kickers ebenso wie Eintracht in die zweite Liga auf. mittlerweile sind beide Vereine wieder in ihrer alten Spielklasse angekommen, nun führt der gebürtige Heidenheimer jedoch das Löwenrudel als Chefcoach an.

„Schon verrückt, was in einem Jahr so alles passieren kann“, erklärt der 43-Jährige, der zwischen November und Februar auch noch ein Intermezzo beim SV Sandhausen hatte. Nun freut er sich jedoch auf seine neue Aufgabe, mit den Löwen in der dritten Liga eine möglichst gute Rolle zu spielen: „Ich bin voller Tatendrang, mein Trainerteam ebenfalls. Alle wollen anpacken, das merke ich auch aus der Mannschaft heraus.“

Die erste Möglichkeit, sich zu beweisen, hatten seine Akteure schon gestern im Testspiel gegen Germania Halberstadt, das bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war.

Auch wenn sich die aktuelle Vorbereitung noch in der Frühphase befindet, fordert der ehemalige Profi auch im nächsten Testspiel beim MTV Wolfenbüttel am kommenden Dienstag (Anstoß 18.30 Uhr) den Fokus auf spielerische Fertigkeiten und taktische Dinge von seinen Spielern ein: „Wir haben viel mit Ball trainiert, wollen einen klaren Pass spielen und eine gute Raumaufteilung an den Tag legen.“

Auch die Findungsphase der neuen Mannschaft schreitet laut Schiele sehr gut voran. Etwas mehr als die Hälfte des neuen Kaders wird aus Neuzugängen bestehen, die in der letzten Woche reihenweise bei den Löwen eingetrudelt sind. „Wir trainieren oft zweimal, die Jungs sind viel zusammen und tauschen sich aus. Das klappt zwischen den neuen und alten Spielern hervorragend“, ist der Fußball-Lehrer zufrieden, der gemeinsam mit Peter Vollmann und Dennis Kruppke bereits über 20 Kaderpositionen besetzen konnte: „Keiner von uns hatte Zeit, sich auszuruhen, neben dem Kader musste auch das Trainerteam neu zusammengestellt werden. Geht es nach Schiele, müssen die noch offenen Kaderpositionen nicht zwingend in den nächsten Tagen besetzt werden. Zudem spekuliert der Verein noch auf Akteure, die den anvisierten Sprung in einer der beiden oberen Ligen nicht schaffen: „Es ergeben sich zwar täglich neue Möglichkeiten, Spieler zu holen, je nach dem was passiert werden wir uns noch ein, zwei oder drei Plätze im Kader offenhalten.“ Ob noch ein Spieler mit Vertrag seinen Spind in der Eintracht-Kabine räumen wird, vermag der neue Eintracht-Coach aktuell nicht vorauszusagen: „Im Fußball kann es schnell gehen. Allerdings sind wir zufrieden mit den Jungs, die wir haben, und wollen auch keinen davon abgeben.“
Bei der Auswahl der Neu-Löwen wurde vor allem darauf geachtet, eine gute Mischung zu erzielen. „Wir haben Spieler in einem sehr guten Fußballeralter geholt, dabei aber auch auf den Charakter geachtet. Viele Spieler haben schon einiges mitgemacht, was sich in einem vollen Stadion nicht negativ auswirken sollte“, berichtet er.

Nach eineinhalb Jahren nahezu ohne Fans werden die Zuschauer in dieser Saison vermutlich wieder regelmäßig ins Eintracht-Stadion strömen, eine Tatsache auf die sich Schiele schon jetzt freut: „Jeder weiß, dass das Eintracht-Stadion mit tausenden Zuschauern eine super Kulisse darstellt.“

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