• Home
  • > >
  • „Schnell in den Ligaalltag reinkommen“

„Schnell in den Ligaalltag reinkommen“

Eintracht-Trainer Christian Flüthmann hat den Fokus auf den Saisonstart am Samstag gegen den 1. FC Magdeburg gelegt

Trainer Christian Fluethmann (Eintracht Braunschweig). Foto: Imago

Braunschweig. Als Co-Trainer an der Seite von André Schubert schaffte Christian Flüthmann mit Eintracht in der Vorsaison den fast schon verloren geglaubten Klassenerhalt.

Nun steht der gebürtige Münsteraner selbst als Chef auf der Kommandobrücke und möchte mit den Löwen eine erfolgreiche Saison hinlegen. Im Interview mit NB-Mitarbeiter Elmar von Cramon spricht der 37-Jährige über die Vorbereitung auf die neue Saison, die Erwartungen an seine Mannschaft und die Favoritensituation in der dritten Liga.

Herr Flüthmann, wie haben Sie Ihre erste Vorbereitung als Eintracht-Cheftrainer erlebt?

In der ersten Woche galt es für mich zunächst, mich auf die neue Rolle als Cheftrainer einzustellen und Abläufe festzulegen. Danach war es eine normale und natürlich auch intensive Vorbereitung. Oft trainiert man zweimal am Tag, hinzu kommt, dass man auch die eine oder andere Idee ausprobiert. Wir haben sehr gut gearbeitet und sind glücklicherweise von schweren Verletzungen verschont geblieben, sodass wir ein positives Fazit ziehen können.

Wie hat sich die Mannschaft präsentiert ?

In der ersten Woche galt es für alle „reinzukommen“. Mit Beginn des Trainingslagers bis zum heutigen Tag stand dann eine sehr konzentrierte Arbeit im Vordergrund, um sich bestmöglich auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten.
In dieser Woche liegt der komplette Fokus darauf, dass es ab Samstag wieder um Punkte geht und wir schnell in den Ligaalltag reinkommen müssen; das machen die Jungs bislang hervorragend.

Was erwarten Sie von Ihren Spielern, wenn am kommenden Samstag der Anpfiff zur Auftaktpartie gegen den 1. FC Magdeburg ertönt?

Meine Jungs sollen auf dem Platz von der ersten Minute an komplett „da sein“ und nicht nur mir, sondern auch allen Menschen rund um den Verein das Gefühl geben, auf diesen Moment hingearbeitet zu haben. Sie dürfen keinen zu großen Respekt vor der Aufgabe haben, sondern sollen Vollgas geben und die Körpersprache eines Fußballers ausstrahlen, der sich freut, dass er am Samstagabend vor großer Kulisse live im Fernsehen gegen so einen Gegner in die Saison starten darf.

Was für eine Spielzeit erwarten Sie?

Für viele Fans ist die dritte Liga mit ihren vielen Traditionsvereinen eine sehr interessante Spielklasse, die in den vergangenen Jahren immer ausgeglichener geworden ist. Verlässliche Vorhersagen über den Saisonausgang kann man deshalb kaum machen. Die Liga ist eine große Herausforderung mit hohem Anspruch, nicht nur für die Akteure, sondern auch für das Umfeld. Es gilt, in jedem Spiel aufs Neue 100 Prozent Leistung abzurufen und fokussiert zu sein.

Als Sie als Co-Trainer von André Schubert im November zu Eintracht stießen, war das Punktekonto im tiefroten Bereich. Nach einer massiven Leistungssteigerung in der Rückserie konnte die Mannschaft den Klassenerhalt feiern. In welchem Bereich sehen sie jetzt noch „Luft nach oben“?

Die Erleichterung nach dem Klassenerhalt war bei den Jungs zumindest zum Auftakt in die Vorbereitung noch zu spüren. Jetzt geht es darum, den Geist aus der Rückserie mitzunehmen, der uns geholfen hat, das Ziel doch noch zu erreichen. Es ist allerdings eine neue Saison und wir starten bei Null. Die Situation hat sich auch insofern geändert, dass wir positiven anstatt negativen Druck, der uns aufgrund der Abstiegsgefahr begleitet hat, verspüren. In der abgelaufenen Rückserie stand Sicherheit an oberster Stelle, in der Vorbereitung konnten wir auch über spielerische Dinge sprechen und wollen in der neuen Saison versuchen, den Gegner mehr zu kontrollieren und vor Aufgaben zu stellen.

? Bietet diese Ausgangsposition auch bessere Möglichkeiten, jüngeren Spielern mehr Spielzeit zu verschaffen?

! Letztlich gilt es immer, die beste Elf, die den größtmöglichen Erfolg garantiert, aufzustellen. Auch wenn einige jüngere Spieler in der abgelaufenen Saison nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben, konnten sie aus der Gesamtsituation lernen und ein Stück weit wachsen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie das Gelernte in der neuen Spielzeit umsetzen, um die Mannschaft nach vorne zu bringen.

Die starke Rückserie weist Eintracht als Spitzenteam aus, zudem wurden einige Hochkaräter verpflichtet. Aufgrund dessen gilt Ihre Mannschaft vielerorts als Aufstiegsfavorit; wie gehen Sie mit dieser Tatsache um?

! Das gibt es vor jeder Saison und es ist auch völlig ok. Wir wollen unsere tolle Rückserie keinesfalls verstecken, trotzdem beginnt jetzt eine neue Spielzeit, in der es für uns darum geht, das Bestmögliche herauszuholen. Aktuell gilt es erst einmal, stabil und konzentriert in die Saison zu starten. Unser Fokus liegt voll auf dem ersten Spiel in Magdeburg.

Wen sehen Sie als Aufstiegsfavoriten?

Es ist im Vorfeld immer schwer, Favoriten zu benennen. Die 3. Liga ist in diesem Jahr noch stärker und die Leistungsdichte noch enger als in der vergangenen Saison, sodass sicherlich einige Teams für den Aufstieg infrage kommen – auch Teams, die heute noch keiner so richtig auf dem Zettel hat. Aktuell traue ich Hansa Rostock, dem KFC Uerdingen und dem MSV Duisburg eine gute Rolle zu.

^