Schubert neuer Eintracht-Coach

Fußball: Der 47-Jährige unterschrieb bis 2021 und leitete am Donnerstag sein erstes Training

Eintrachts neuer Trainer André Schubert bei seiner Vorstellung. Foto: Peter Sierigk

Braunschweig. Nach nur drei Monaten musste Henrik Pedersen als Eintracht-Trainer seinen Hut nehmen und wurde durch den Ex-Gladbach-Coach André Schubert ersetzt.
Kurz nachdem die Trennung von Pedersen am Mittwoch bekanntgegeben worden war, verkündete der Verein die Verpflichtung des 47-Jährigen, der mit den „Fohlen“ vor zwei Jahren noch in der Champions-League angetreten war. „Wir haben in den verschiedenen Gremien intensiv über die Situation diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, Henrik Pedersen zu beurlauben“, erklärte Sebastian Ebel.

Unter Pedersen waren Eintrachts Drittliga-Fußballer zuvor auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht und hatten im jüngsten Heimspiel gegen Lotte in allerletzter Sekunde den 2:2-Ausgleichstreffer kassiert.
Bereits am vergangenen Sonntag hatte der Aufsichtsrat über die Trainerposition diskutiert, sich letztlich aber auf die Wochenmitte vertagt. Dieser Umstand hatte bereits auf eine Ablösung des Dänen hingedeutet, der sich zeitgleich auf einem Lehrgang in Italien befand.

Der Trainerwechsel ist laut Ebel mehr als ein bloßer „Impuls“ ,soll Grundstein einer langfristigen und erfolgreichen Zusammenarbeit sein. „Wir haben sehr zügig eine Vereinbarung treffen können, nachdem wir die Situation in großer Offenheit besprochen haben“, so der Eintracht-Präsident. Der 47-Jährige unterschrieb bis 2021 an der Hamburger Straße und soll zuallererst den Absturz in die vierte Liga verhindern, für die sein Vertrag keine Gültigkeit besitzt.
Bis Ende 2016 stand der gebürtige Kasseler in Diensten von Borussia Mönchengladbach, wo er zuerst als U23-Coach arbeitete und schließlich die Bundesligamannschaft übernahm, nachdem der bis dahin sieglose Lucien Favre nach fünf sieglosen Spielen im September 2015 zurückgetreten war. Anschließend gelangen Schubert sechs Siege in Folge, er musste seinen Posten aber am 21. Dezember räumen, nachdem ihm nur ein Sieg aus elf Spielen gelungen war.

Zuvor hatte der Lehrer für Sport und Germanistik bereits von 2009 bis 2012 in der 2. und 3. Liga beim FC St. Pauli und dem SC Paderborn Erfahrung gesammelt und seit 2014 die deutsche U15-Nationalmannschaft trainiert.
Bei den Löwen wird ihn vorerst U19-Coach Sascha Eickel bei der Arbeit unterstützen, der mit Schubert aus gemeinsamen Paderborner Zeiten befreundet ist. Welche weiteren Veränderungen im Trainerteam vorgenommen werden, entscheidet sich in den nächsten Tagen.
Wann bei den Blau-Gelben ein neuer sportlicher Leiter präsentiert wird, blieb zunächst offen: „Unsere erste Priorität war der neue Trainer Wir werden sicher nicht schon morgen eine Lösung präsentieren, aber André Schubert miteinbeziehen“, erklärte Ebel zu diese Personalie.
Das nach dessen Verpflichtung abgesagte Testspiel gegen Viktoria Berlin soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Stattdessen nutzt der Fußball-Lehrer die Länderspielpause, um seine neue Mannschaft besser kennenzulernen und intensiv zu arbeiten. Gestern und heute setzte Schubert gleich vier Übungseinheiten auf den Plan.

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