Schuberts Schachzüge passen

Fußball: Eintracht nach Sieg in Cottbus zum Jahresabschluss gegen Tabellenführer Karlsruhe

Einer der Stärksten in Cottbus: Eintrachts Marc Pfitzner, hier gegen Fabio Viteritti (Energie Cottbus). Steffen Beyer/imago

Braunschweig. Zentnerlasten fielen den Spielern von Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig am Samstag nach dem 1:0-Erfolg in Cottbus von der Seele.

Endlich hatte sich die Mannschaft von André Schubert nach 90 Minuten belohnt und konnte die Heimreise nach Braunschweig mit enorm wichtigen drei Punkten im Gepäck antreten.

„Es ist wichtig, dass wir den Bann durchbrochen haben. Es war insgesamt ein guter Auftritt der Mannschaft“ , war der Eintracht-Trainer nach der Partie erleichtert. Zum ersten Mal unter seiner Regie konnten die Löwen den Platz als Sieger verlassen, noch dazu auswärts und ohne Gegentor.

Besonders letzteres freute den 47-Jährigen, der seit der heftigen 0:3-Pleite in Münster auf eine Dreierkette mit Niko Kijewski, Steffen Nkansah und Robin Becker gesetzt hatte. „Schon in den letzten Spielen konnte man sehen, dass es immer stabiler und sicherer wurde“, so Schubert.

Nachdem die Löwen schon in der ersten Hälfte einige Chancen zur Führung besessen hatten, fiel diese letztlich durch ein Eigentor des Cottbusers José Matuwila, der eine Hereingabe von Onur Bulut vor dem einschussbereiten Christoffer Nyman ins Energie-Netz bugsierte (65.).

Den Offensivbemühungen der Gastgeber hielten die Blau-Gelben anschließend stand und konnten sich trotz einiger brenzliger Situationen am Schluss über verdiente drei Zähler freuen. „Wir versuchen, den Jungs Woche für Woche mitzugeben, nicht zu lange über die Sachen auf dem Platz nachzudenken und sich nach einem Fehler sofort wieder auf die nächste Situation zu konzentrieren“, schildert Schubert die Herangehensweise, welche im Gegensatz zu den vergangenen beiden Wochen in der Lausitz endlich Früchte getragen hatte: „Wir haben weniger spekuliert als in den vergangenen Spielen und waren weniger leichtfertig.“

In Mittelfeld und Angriff gingen die taktischen Schachzüge ebenso auf; Philipp Hofmann konnte als technisch versierter, kopfballstarker und flexibler „Zehner“ hinter den Spitzen Christoffer Nyman und Onur Bulut glänzen, auch Marc Pfitzner lieferte erneut eine blitzsaubere Leistung ab. „Er ist körperlich sehr fit und hat Spaß am Fußball, das ist auch für unsere jungen Spieler ganz positiv zu sehen“, freut sich Schubert über den 34-Jährigen, der weiterhin zum Kader der ersten Mannschaft zählen wird und vom 7. bis 13 Januar auch mit ins Trainingslager nach Belek (Türkei) reisen wird.

Zum Jahresabschluss gastieren die Löwen nun am Samstag beim Tabellenführer Karlsruhe. Schubert hofft, dass sich die aufsteigende Tendenz der letzten Wochen bestätigt und die Mannschaft sich und die Eintracht-Fans zum Weihnachtsfest abermals belohnt.

„Es ist eine gute Entwicklung zu sehen, trotz allem Getöse ist die Mannschaft ruhig geblieben. Es ist wichtig, dass wir die Nerven bewahren, das ist ganz klar.“

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