Schülerticket steht auf der Kippe | Neue Braunschweiger
19. Februar 2020
Politik

Schülerticket steht auf der Kippe

Regionalverbund war fleißig, aber die Freude darüber ist geteilt

Gestern vor dem Rathaus: Jan Philip Fahrbach (rechts) versprach den Jugendlichen, dass der Stadtschülerrat nicht müde werde, sich für generell kostenfreie Schülertickets einzusetzen. Dem Schulausschuss wurden anschließend Unterschriftenlisten überreicht. Foto: Korth

Braunschweig. Übergangslösungen halten manchmal ewig. In diesem Fall wäre das ausnahmsweise erwünscht, aber nun steht das ermäßigte Schülerticket in Braunschweig schon wieder vor dem Aus. Gestern beriet der Rat, wie die eigentlich schöne Sache trotzdem zu halten ist.

Seit dem Schuljahreswechsel können alle Schüler ein ermäßigtes Ticket für 15 Euro Monatsgebühr erwerben. 1200 Schüler haben davon Gebrauch gemacht. „Ein Erfolgsmodell“, sagte SPD-Fraktionschef Christoph Bratmann. Er sieht im Schülerticket einen Beitrag zur Mobilitätserziehung. Die Preisgestaltung sei ein Hebel, um mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen.

Das vergünstigte Schülerticket war schon bei seinem Start als Übergangslösung gedacht gewesen, bis der Regionalverbund eine Lösung für den gesamten Tarifverbund vorlegen kann. Ab August gibt’s das Schülerticket für 30 Euro monatlich. Für die gesamte Region ist das eine tolle Sache, „aber unsere Schüler wollen nur in der Stadt fahren“, räumte Bratmann ein. Die SPD erhielt Unterstützung für ihren Antrag, nach Wegen zu suchen, wie das 15-Euro-Ticket erhalten werden kann, ohne dem Regionalverbund damit zu schaden.

„Der Regionalverbund entscheidet über die Fahrpreise“, betonte Dr. Elke Flake (Grüne). Vor diesem Hintergrund zeigt sich OB Markurth zurückhaltend. „Wir bekommen eine Lösung vielleicht hin, aber nur, wenn es den Regionalverbund nicht mehr kostet. Das heißt: Wir werden den Spaß allein bezahlen müssen.“ Ob das 15-Euro-Stadtticket trotzdem erhalten werden kann, sollen Gespräche zeigen.

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