Sebastian Ebel tritt zurück – Dominik Wydra neu im Kader | Neue Braunschweiger
22. Juli 2020
Sport

Sebastian Ebel tritt zurück – Dominik Wydra neu im Kader

Oberhausens Niko Klaß als Neuzugang im Gespräch - Amade und Goden müssen gehen

Sebastian Ebel. Archifoto: imago

Braunschweig. Eintrachts Weg in die zweite Liga geht ohne Sebastian Ebel weiter. Der langjährige Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende erklärte nach der Aufsichtsratssitzung Ende vergangener Woche seinen Rücktritt von allen Ämtern. „Diese Schritte fallen mir sehr schwer. Die Eintracht und die damit verbundenen Aufgaben sind ein wichtiger Teil meines Lebens geworden“, so der 57-Jährige.

Vizepräsident Christoph Bratmann wird Ebels Funktion kommissarisch bis zur Jahreshauptversammlung im November wahrnehmen und auch in den Aufsichtsrat rücken. Den Vorsitz des Gremiums wird hingegen Frank Fiedler übernehmen, bislang Stellvertreter Ebels. Ebel hatte 2008 die Nachfolge von Gerhard Glogowski angetreten. Unter seiner Regie wurde der Verein nicht nur finanziell saniert, sondern schaffte neben der Drittligaqualifikation und dem Aufstieg in die zweite Liga 2014 nach 28 Jahren auch die Rückkehr in die Bundesliga, bevor der Verein 2015 und 2018 zwei Abstiege hinnehmen musste.
Nachdem er sein Amt auf der vorvergangenen Jahreshauptversammlung eigentlich schon zur Verfügung gestellt hatte, ließ er sich vom Verein 2019 überzeugen weiterzumachen.

Seine Amtszeit nun selbst mit der Zweitligarückkehr enden zu lassen, bezeichnete Ebel als „wunderschönen Abschluss meiner Arbeit“ und bedankte sich für die Unterstützung: „Danken möchte ich den Menschen, die mir gerade auch in schwierigen Zeiten Mut zugesprochen und ihr Vertrauen geschenkt haben. Dieser Dank gilt auch ganz besonders den vielen Fans und Vereinsmitgliedern und nicht zuletzt allen Sponsoren, die die Arbeit des Klubs mit ihrem Engagement auch in schwierigen Phasen unterstützt haben. Der Eintracht werde ich immer emotional verbunden bleiben.“

Im Kader für die kommende Spielzeit gab es hingegen Zuwachs. Mit Dominik Wydra wechselt nach Jannis Nikolaou ein weiterer defensiver Mittelfeldspieler an die Hamburger Straße, wo er einen Kontrakt bis 2022 unterzeichnet hat.

Dominik Wydra. Foto: Imago

Den neuen Eintracht-Coach Daniel Meyer kennt der Österreicher bereits aus seiner Zeit bei Erzgebirge Aue, wo er nach Meyers Demission im August 2019 aber nur noch sporadisch zum Zuge gekommen war und seinen Vertrag deshalb vor kurzem aufgelöst hatte. Für die Sachsen kam der 26-Jährige in 56 Partien (ein Tor) zum Einsatz und stand davor beim VfL Bochum (13/0) und dem SC Paderborn (24/1) in der zweiten Liga unter Vertrag. Ausgebildet wurde der gebürtige Wiener beim Traditionsklub Rapid Wien, für den er in 55 Erstliga-Begegnungen (drei Tore) aufgelaufen war.

„Wir sind froh mit Dominik Wydra einen weiteren zweitligaerfahrenen Spieler in unseren Reihen begrüßen zu können, der sowohl in der Dreierabwehrkette als auch im defensiven Mittelfeld agieren kann“, freut sich Sportdirektor Peter Vollmann.
Nach Wydra soll die Eintracht-Defensive noch durch einen talentierten Innenverteidiger verstärkt werden. Als heißer Kandidat gilt der 23-Jährige Nico Klaß, der bis zum Lockdown in 21 Partien für den West-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen aufgelaufen war.

Keine Zukunft in Blau-Gelb haben hingegen Kevin Goden (bislang vom 1.FC Nürnberg ausgeliehen) und Alfons Amade (TSG Hoffenheim), die vorerst zu ihren bisherigen Vereinen zurückkehren.

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