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Seltenes Remis sichert den Nord-Titel

Football: Lions spielen 28:28 gegen Dresden – Viertelfinale am 22. September gegen München

Gerade in der zweiten Halbzeit ging es in der wichtigen Begegnung zwischen den Lions (in Schwarz) und den Dresden Monarchs defensiv richtig zur Sache. Foto: Karsten Reissner

Braunschweig. Im Eintracht-Stadion kämpfen die New Yorker Lions und die Dresden Monarchs um den Sieg – und die Verlierer sind am Ende die Berlin Rebels.

Am Sonntag ist den Lions und Monarchs das Kunststück gelungen, sich mit 28:28 (28:21) unentschieden zu trennen.
Damit wurden die Braunschweiger zum sechsten Mal in Folge Meister in der Bundesliga-Nordstaffel, die Dresdner Tabellenzweiter und die Rebels beenden die reguläre Saison auf dem dritten Platz.
„Ich bin glücklich, dass wir die Nordmeisterschaft gewonnen haben. Es war ein harter Kampf“,
bilanzierte Lions-Cheftrainer Troy Tomlin.

Mit offenem Visier agierten die Braunschweiger und die Dresdner im letzten Spiel vor den Playoffs.
Punktgleich gingen beide Teams ins Spiel und wussten: Der Sieger wird Meister in der Nordstaffel,
hat bis zu zwei Heimspiele sicher. Der Verlierer würde hinter die Rebels auf den dritten Tabellenplatz abrutschen, die im Heimspiel gegen Hildesheim den erwarteten Sieg einfuhren.

Nachdem die Gäste aus der Elbmetropole zunächst das Angriffsrecht erhielten, sich aber schnell davon trennen mussten, entwickelte sich ein offenes, spannendes Spiel. Bis zum Halbzeitpfiff führte jede Angriffsserie zu einem Touchdown. Sekunden vor der Halbzeit erzielten die Hausherren vor etwas mehr als 4500 Zuschauern die 28:21 Führung.

Insgesamt 49 Punkte in einer Halbzeit – das gibt es selten. „Wir hatten ein Ziel: Die Play-off-Spiele in Braunschweig.
Das haben wir geschafft“, sagte Lions-Runningback Christopher McClendon und wollte sich gar nicht viel mit dem Spielverlauf befassen.

Der bot in der zweiten Hälfte eine Abwehrschlacht mit nur noch sieben Punkten. Dafür zeichneten die Verteidigungslinien verantwortlich, die Offensive der beiden Teams agierten weiterhin mit guten Aktionen.
Jedoch nur noch die Monarchs erzielten Punkte, glichen aus. Die Lions hatten den Sieg dennoch auf dem Fuß.

Kicker Tobias Goebel verpasste aber 15  Sekunden vor Abpfiff den Sieg:
Der Field-Goal-Versuch aus rund 20 Yards wurde von den Dresdnern geblockt. „Es fühlt sich komisch an. Ein Unentschieden kommt selten vor. Eine Verlängerung wäre besser. Aber jetzt nehmen wir es so hin. Die Lions sind Nordmeister, wir Zweiter“, befand Monarchs Wide Receiver Mike Schallo.

Dresden hatte kurz zuvor mit einem Field-Goal-Versuch seinerseits die Chance, die Führung zu erobern, scheiterte aber auch. Das Remis ging nach 48 gespielten Minuten in Ordnung. Für die Lions geht es jetzt im Viertelfinale gegen die Munich Cowboys, Dresden trifft auf die Allgäu Comets.

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