Sengfelder muss am Brett aushelfen

Basketball: Die Löwen empfangen heute (18 Uhr) ohne Allstar-Center Scott Eatherton Würzburg

Mit vereinten Kräften, so wie hier Dennis Nawrocki und Christian Sengfelder (rechts) gegen Berlins Johannes Thiemann, soll es auch gegen Würzburg klappen. Foto: Bernd König/imago

Braunschweig. Nach einem kompletten Monat ohne Heimspiel haben die Löwen-Basketballer im Playoff-Kampf etwas an Boden eingebüßt und stehen nur noch auf Tabellenplatz elf. Am heutigen Samstag will der Bundesligist nach drei Auswärtsniederlagen hintereinander endlich wieder punkten. Gast um 18 Uhr in der Volkswagenhalle ist der Tabellenneunte aus Würzburg.

Es wartet also ein heißes Duell um die Playoff-Ränge auf die mehr als 3000 Zuschauer, die ihre Löwen am Europaplatz anfeuern werden. Für Trainer Frank Menz ist der Kampf um einen der ersten acht Plätze allerdings weiterhin eher zweitrangig, er denkt von Spiel zu Spiel, wie er es selbst stets ausdrückt. Und gegen die Würzburger sieht der ehemalige A-Nationaltrainer sein Team klar in der Außenseiterrolle – vor allem, weil sein Ausnahme-Center Scott Eatherton weiterhin verletzt ausfallen wird. „Wir tun jetzt gut daran, ohne Scott überhaupt ein Spiel zu gewinnen“, ist Menz realistisch. Allerdings lässt der 55-Jährige auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass er die aktuelle Heimserie fortsetzen möchte: Sieben Partien in Folge haben seine Löwen in der VW-Halle gewonnen. Und es dürfen gerne mehr werden.

Ohne Eatherton wird es nicht zuletzt deshalb schwer, weil die Würzburger gerade auf den großen Positionen sehr gut aufgestellt sind. Mit Jordan Hulls, Skyler Bowlin und Cameron Wells kann Trainer Denis Wucherer aber auch auf den Guard-Positionen mit Topleuten aufwarten. „Mit dieser Mannschaft müssen sie in die Playoffs“, glaubt Menz. Das bedeutet viel Motivation, aber auch ein gerüttelt Maß an Druck für die Mannschaft aus der Nowitzki-Stadt.
„Scott hat bisher eine überragende Saison gespielt. Dass er jetzt ausfällt, ist deshalb besonders bitter“, bedauert Christian Sengfelder das Fehlen von Eatherton. Es wird nicht zuletzt von dem frisch gebackenen deutschen Nationalspieler abhängen, ob die Löwen den Gästen unter den Körben Paroli bieten können. Sengfelder wird, wie schon zuletzt bei der 74:82-Niederlage in Berlin, die ungewohnte Rolle als Center übernehmen.

„Ich mag ja das physische Spiel“, weiß der 2,03 Meter große Power Forward, was ihn unter den Körben gegen die großen Würzburger Jungs um Center Mike Morrison erwartet. Und wohl nicht nur gegen die: Menz rechnet jedenfalls nicht damit, dass Eatherton in einer Woche in Ludwigsburg wieder zur Verfügung steht.

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