Sieh mal an: Stadt kann die Welt ändern

Ein Kommentar von Ingeborg Obi-Preuß.

Ingeborg Obi-Preuß.

Ich versuche möglichst, Ratschläge zu vermeiden und Moralpredigten erst recht. Aber heute muss ich mal eine Ausnahme machen: Ich rate Ihnen dringend dazu, ins Kino zu gehen.

Der Film „Seefeuer“ zeigt wie in einem Brennglas die „Ergebnisse“ unseres Tuns. Die Diskussion der Experten im Anschluss machte deutlich, dass auf lokaler Ebene lediglich auf die „große Politik“ reagiert wird.

Und hier setzt der andere Film an: „Tomorrow“. Nicht Staaten, sondern Kommune oder Stadt als Motoren einer Bewegung für eine bessere Welt. Das sind Größen, die steuerbar sind. Bristol zum Beispiel hat eine lokale Währung, San Francisco ist mit dem Programm „Zero Waste“ angetreten, hat es bereits geschafft, 80 Prozent seiner Abfälle wiederzuverwerten, zu kompostieren oder zu recyceln, Kopenhagen baut die Straßen zurück für Radwege, andere Städte funktionieren schon fast ohne fossile Brennstoffe. Die Filmemacher haben weltweit Puzzleteile zusammengetragen, die viel Mut machen. Und zeigen: Da geht was.

Neulich habe ich ein Zitat von Theodore Roosevelt gelesen: „Tu, was du kannst, mit dem was du hast, dort wo du bist.“ Das fiel mir direkt nach dem Film ein. Leider war die Vorstellung kaum besucht. Ich wünsche mir, alle Braunschweiger sehen diesen Film. Das lobenswerte Projekt „Denk deine Stadt“ könnte so noch ganz andere Impulse bekommen.
Ingeborg Obi-Preuß

^