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„So ein Großbrand zerrt an den Kräften“

Feuerwehr Braunschweig kehrte nach sechs Tagen Einsatz aus Brandenburg zurück

Die Braunschweiger stellten die Wasserversorgung sicher. Foto: oh

Braunschweig/Brandeburg. Sechs Tage Hitze, Qualm und Staub: Anfang der Woche ist die Berufsfeuerwehr Braunschweig aus Brandenburg zurückgekommen. Das Feuer, das in der dortigen Lieberoser Heide nördlich von Cottbus wütete, hielt die Einsatzkräfte tagelang in Atem.

Rund 100 Hektar Wald standen in Flammen. Zwei Tage nach Ausbruch des Feuers, kam über das Lagezentrum des Bundes dann der dringende Hilferuf der Brandenburger Kameraden. „In diesem Fall halfen wir nicht beim Löschen, sondern stellten die Wasserversorgung sicher“, berichtet Sebastian Damm, Leiter der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) gegenüber der NB.

Insgesamt förderten die Braunschweiger 21 000 Kubikmeter Wasser – das sind rund 210000 gefüllte Badewannen – aus einem nahen See zum Brandort. Trotz der großen Erfahrung kein alltäglicher Einsatz. „Ein Brand von dieser Größe zerrt an den Kräften“, sagt Damm. Und sei eine logistische Herausforderung. „Durchschnittlich sind immer 20 Einsatzkräfte vor Ort, die alle 48 Stunden durch frische Kameraden ausgetauscht werden.“

Keiner der Kräfte ist bei dem Einsatz zu Schaden gekommen und auch die Technik meisterte den Dauereinsatz mit Bravour. Dennoch stellt Sebastian Damm fest: „Gefühlt brennt es häufiger und wenn dauert es länger, bis das Feuer eingedämmt ist.“ Er führt das auf das trockene Jahr 2018 zurück. Was die Löscharbeiten in diesem und im vergangenen Jahr allerdings zu einer besonderen Herausforderung mache, seien die munitionsbelasteten Flächen. „Das ist lebensgefährlich für die Kameraden.“

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