Händler wollen mehr Grün in der Stadt | Neue Braunschweiger
22. Juni 2018
Politik

Händler wollen mehr Grün in der Stadt

Werbegemeinschaft Casparistraße engagiert sich für die Neugestaltung des Hagenmarktes

Aktiv für ihr Viertel: Stephan Biehl (Fielmann), Susanne Renter-Schroers (Renter Einrichtungen), Tobias Oberwandling (Wein Kusch), Dieter Hoff (Derpart), Bernd Schroers (Schroers Werbeagentur) und Manfred Gerecke (Juwelier Gerecke). Foto: Obi-Preuß

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22. Juni 2018. Braunschweig. Die Händler in der Casparistraße sind zäh und beharrlich. In unruhigen Zeiten haben sie sich – trotz der Konkurrenz im Internet – ein Image aufgebaut und eine Quartiersseele entwickelt, die ein Lebensgefühl vermittelt. Und seit Sturm Xavier im Oktober 2017 den Hagenmarkt fast leer gefegt hat, steht das „Tor zur Casparistraße“ im Mittelpunkt des Interesses.
„Wir wünschen uns einfach einen schönen Platz“, sagen die Vertreter der Caspari-Werbegemeinschaft beim Ortstermin. Sie sind noch einmal enger zusammengerückt, weil es Gegenwind aus Richtungen gibt, für die sie wenig Verständnis haben.

Viele Ideen

„Die Pläne für eine Neugestaltung des Hagenmarktes werden ja schon seit Monaten diskutiert“, erzählt Bernd Schroers als Sprecher der Werbegemeinschaft, „aber es melden sich immer wieder Menschen mit Vorschlägen zu Wort, die gar nichts mit dem Hagenmarkt zu tun haben.“ Demnächst ist wieder ein Treffen unter den Beteiligten und der Verwaltung in der Katharinenkirche geplant, bei dem der Sachstand besprochen werden soll. „Stadtplaner Walter Ackers hat Pläne vorgelegt, die eine sinnvolle und sehr schöne Gestaltung vorsehen“, sagen die Caspari-Händler: zur langen Straße eine Hecke, die den Lärm abhält, viel Grün, neue kleine Bäume, die den Blick auf die Katharinenkirche freilassen. „Wir wünschen uns einen Raum zum Verweilen, zum Ausruhen, vielleicht mit noch mehr Außengastronomie von den anliegenden Kneipen und dem Café“, sagt Susanne Renter-Schroers, die mit ihrem Einrichtungshaus zu den „Ureinwohnern“ gehört.

„Profitieren von Laufkundschaft“

14 Geschäfte sind in der Casparistraße, „seit 2010 haben wir so gut wie keine Leerstände“, freut sich Schroers, „in der jüngsten Zeit haben die Besitzer viel investiert, Fielmann hat als Bekenntnis zum Standort erweitert, das Nähstübchen und Wein Kusch haben eröffnet, Fassaden wurden neu gemacht, wir haben neue Lampen, und auch die Weihnachtsbeleuchtung ist bei uns besonders aufwendig.“

Das Foursidehotel, der Media Markt, das C1 und vor allem die Jugendherberge würden sehr viel Laufkundschaft durch die Casparistraße führen. „Und unsere Stammkunden schätzen neben unserer Qualität die Kurzzeitparkplätze“, sagt Schroers.
„Es gibt doch schon genug versiegelte Plätze in der Stadt“, wirbt Stephan Biehl (Fielmann) für den „grünen Vorschlag“ der Händler: Ganz entspannt auf dem Hagenmarkt eine Pause machen und einen Café in der Sonne genießen.

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