So viel Zuspruch gibt’s nicht alle Tage | Neue Braunschweiger
26. März 2020
Soziales

So viel Zuspruch gibt’s nicht alle Tage

Atemschutzmasken und Schoko-Osterhasen: Klinikum freut sich über Solidaritätsbekundungen

Symbolische Unterstützung: Ein Banner am Klinikum, Celler Straße, spricht allen Mut zu. Foto: Ingo Reim/Klinikum Braunschweig

Braunschweig (m). Nicht alles ist schlecht in diesen Tagen. Über Nacht erhielten Patienten, Pflegepersonal und Ärzte einen besonderen Gruß. Unbekannte hatten an einem Bauzaun am Standort Celler Straße auf Bettlaken eine „Mut-mach-Botschaft“ hinterlassen.

Auch auf anderen Wegen erreicht das Klinikum eine ungeahnte Welle der Hilfsbereitschaft. Michael Siano, zuständig als Fundraiser und Spendenmanager, hat eine ganze Liste zusammengestellt. So versorgt die Bäckerei Sander die Klinikum-Mitarbeiter mit Backwaren. Von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig kommen 500 FFP-2-Atemschutzmasken und Vodafone schenkt 250 Schoko-Osterhasen für die kleinen Patienten in der Kinderklinik, denen die angespannte Situation auch nicht entgeht.

„Die Telefone stehen kaum noch still, alle wollen irgendwie helfen“, berichtet Michael Siano. Und sei es symbolisch, wie die Schüler der Hans-Georg-Karg-Grundschule des CJD. Diese haben Blumen für die Mitarbeiter des Klinikums gebastelt. Potenzielle Spender bittet Siano, die Telefonnummer 0531/595-1605 zu nutzen oder besser noch eine E-Mail an spende@klinikum-braunschweig.de zu senden.

Jägermeister spendet Alkohol ans Klinikum

Nachbarn sollten in diesen Zeiten zusammenstehen. Das dachte sich auch die Unternehmerfamilie Mast und hat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Sie spendet dem Klinikum Braunschweig 50 000 Liter Alkohol. Statt in der Jägermeister-Produktion zu landen, soll er zur Herstellung von Desinfektionsmittel dienen.
Die Feuerwehr Braunschweig wird die hochprozentige Lieferung von Wolfenbüttel nach Braunschweig begleiten. Dort wird sie Hartmut Vaitiekunas, Chefapotheker im Klinikum, in Empfang nehmen.

„Es gibt an dieser Stelle offensichtlich einen hohen Bedarf“, wird Florian Rehm, Sprecher von Mast-Jägermeister, in einer Mitteilung zitiert. Jetzt gehe es nicht nur um die gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmer. „Wir sehen uns als Menschen, die um Hilfe gebeten werden und diese leisten.“ Hartmut Vaitiekunas vom Klinikum freute sich: „Das ist ein großer Beitrag für die Versorgung der Region mit Desinfektionsmitteln.“ Im „Normalbetrieb“ benötigt das Klinikum rund 3000 Liter Desinfektionsmittel im Monat.

Chefapotheker Hartmut Vaitiekunas und ein Team der Krankenhausapotheke freuen sich über die regionale Unterstützung. Foto: Klinikum Braunschweig/Christoph Köster

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