Sommerferien zu kurz, um alle Arbeiten zu erledigen | Neue Braunschweiger
25. März 2020
Allgemein

Sommerferien zu kurz, um alle Arbeiten zu erledigen

Tiefbauprogramm 2020: 78 Millionen Euro für Straßen, Brücken, Kanäle

Trotz aller Planungen und Abstimmungen: Ganz ohne Behinderungen wird es nicht gehen. Foto: Imago

Braunschweig. Die Stadt und ihre Gesellschaften investieren 78 Millionen Euro in den Neubau und die Instandsetzung ihrer Infrastruktur, bauen Brücken und erneuern Straßen, ersetzen Kanäle und sanieren Radwege. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Ohne Straßensperrungen und Behinderungen wird sich das Tiefbauprogramm 2020 nicht verwirklichen lassen.

Der „größte Brocken“ ist der Neubau der Brücke im Autobahnkreuz Süd. Das Projekt wird sich über drei Jahre ziehen, der Bund übernimmt die Kosten. Ab September werden die Behelfsbrücken gebaut. Zuvor müssen Kanäle verlegt werden, die dem neuen Brückenbauwerk im Wege sind.

Rechtlich ist noch nicht geklärt, wer die Kosten für diese Maßnahme tragen muss. Damit die Bauarbeiten sich aber nicht verzögern, geht die Stadt dafür in Vorleistung. Ab 2021 wird die Straßenbahn bereits über die Behelfsbrücke geführt. Die alte Brücke aus dem Jahr 1965, deren Statik der heutigen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen ist, wird dann in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ abgerissen.

Dafür wird die A 39 komplett gesperrt, kündigte Heiko Lange von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an. Während der gesamten Bauzeit gesperrt werden die Abfahrt von der A 39 aus Richtung Salzgitter in Richtung Braunschweig-Innenstadt, die Abfahrt von der B 4 (Wolfenbütteler Straße) kommend auf die A 39 in Fahrtrichtung Wolfsburg sowie die Abfahrt von der A 39 aus Richtung Wolfsburg kommend auf die A 36 in Fahrtrichtung Wolfenbüttel/Harz.

Damit sich jeder über den Stand der Bauarbeiten informieren kann, ist eigens eine Internetadresse eingerichtet worden. Unter www.kreuz-bs-sued.de werden Änderungen in der Verkehrsführung oder Sperrungen angekündigt.

Andere Projekte sind ebenfalls wichtig für die Stadt, finden aber eher im Verborgenen statt. So wird beispielsweise ein neues Hochspannungskabel von der Uferstraße bis in die Innenstadt zum Umspannwerk Abelnkarre gelegt, und um die Gasversorgung in der Stadt zu sichern, baut BS-Netz in Bienrode eine zweite Einspeisungsanlage.

Aus dem vernachlässigten Bahnhof Gliesmarode wird derzeit ein moderner Verkehrsknotenpunkt. Auf der Berliner Straße wird ein Rasengleis angelegt und die dortige Wartehalle erhält ein grünes Dach. „Das ist auch für uns eine neue Sache“, sagte Dirk Fischer (Verkehrs-GmbH).

1 Brückenneubau Autobahnkreuz Süd 2 Bahnhof Gliesmarode 3 Sanierung Gleisdreieck Bohlweg/Georg-Eckert-Straße 4 Leitungsbau Watenbüttel 5 Umbau Bushaltestellen 6 Bau einer neuen Hochspannungsleitung Hasenwinkel – Innenstadt 7 Ampelbau Sachsendamm 8 Gleisquerung Petzvalstraße 9 Kanalbau Ackerstraße 10 Kanalbauarbeiten und Bushaltestelle Cyriaksring 11 Straßenbau Hauptfeuerwehrwache 12 Kreisverkehr Stöckheim 13 Bushaltestelle Altewiekring/Leonhardplatz 14 Bushaltestellen Feuerbrunnen 15 Bushaltestellen Wendener Weg 16 Leitungsarbeiten Turmstraße 17 Leitungsarbeiten Stettinstraße 18 Kanalbau Hagenscharrn 19 Kanalbau Mauernstraße 20 Fernwärme Sielkamp 21 Gehweg Klint bis Löwenwall 22 Straßenerneuerung Blumenstraße 23 Straßenerneuerung Büchnerstraße 24 Einmündungsbereich Am Pottkamp 25 Brückenbau Biberweg 26 Querungshilfe Bevenroder Straße 27 Brückenbau Butterberg 28 Radwegsanierung Ebertallee 29 Radwegsanierung Rodedamm 30 Fernwärmeversorgung Altstadtring 31 Fallersleber Straße Gewährleistungsarbeiten 32 Querungshilfe Mittelweg. Quelle: Stadt Braunschweig

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