Spindeldürr und ziemlich schräg | Neue Braunschweiger
9. Januar 2020
Kulturelles

Spindeldürr und ziemlich schräg

Marina Schmiechen zeigt „Schräge Typen“ in den Kemenaten, der Stadthalle und im Bahnhof

Marina Schmiechen mit ihren Badenixen. Foto: Rosemarie Garbe / Stiftung Prüsse

Innenstadt (bw). Schon an der Zigarette ist er zu erkennen, aber auch sonst sieht der dürre Mensch auf dem Sessel aus wie Helmut Schmidt. In der Jakob-Kemenate, in der Kemenate Hagenbrücke, in der Stadthalle und im Hauptbahnhof drängeln sich derzeit „Schräge Typen“. Die Skulpturen von Marina Schmiechen sind noch bis zum 31. Januar in Braunschweig zu sehen.

Promis, Popikonen, Politiker und Kunstfiguren – mit einem Blick gelingt es der in Berlin lebenden Künstlerin, das Typische, Unverwechselbare einzufangen und in ihren Figuren witzig zu überzeichnen. Rockmusiker Udo Lindenberg bekommt die typischen Lippen, Modezar Karl Lagerfeld hält seine Katze Choupette auf dem Schoß, die Queen ist natürlich „very british“ …
Eine Stärke von Marina Schmiechen liegt im Detail, in den herausgearbeiteten Feinheiten, in kleinen Spitzfindigkeiten und Absurditäten. Das verbindet alle Figuren, die in der Ausstellung „Schräge Typen“ zu sehen sind.
Ihr Handwerk lernte Marina Schmiechen bei Christoph Hansing, einem Schüler von Jan Bontjes van Beek, der selbst bekannter Maler und Bildhauer ist.

Ihre Figuren aus Ton lässt sie an der Luft trocknen und bemalt sie mit Aquarellfarben, Sockel sorgen für Halt, ein filigranes Drahtgeflecht bildet das Fundament. Jeder „schräge Typ“ ist ein Unikat.

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