Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Fall Maddie McCann | Neue Braunschweiger
6. Juni 2020
Buntes

Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Fall Maddie McCann

Verdächtigt ist ein Mann, der zuletzt hier lebte

Madeleine McCann. Foto: Metropolitan Police Serviceoh

Der Tatverdächtige nutzte zur tatkritischen Zeit einen dunkelfarbenen Jaguar XJR 6, über die konkrete Zulassung vor der Tat liegen keine Erkenntnisse vor, die letzte bekannte Zulassung nach dem Tattag war von der Stadt Augsburg. Foto: BKA/oh

Braunschweig (ako). Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen einen 43-jährigen deutschen Staatsangehörigen wegen des Verdachts des Mordes an dem damals dreijährigen britischen Mädchens Madeleine Beth McCann am 3. Mai 2007. Madeleine verschwand aus einer Appartementanlage in Praia da Luz in Portugal.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter, der unter anderem auch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden ist. Derzeit verbüßt der Beschuldigte in anderer Sache eine längere Haftstrafe. Der Beschuldigte lebte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve, unter anderem für einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz.

Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen ging er in diesem Zeitraum im Raum Lagos mehreren Gelegenheitsjobs, unter anderem in der Gastronomie, nach. Weitere Anhaltspunkte legen nahe, dass er seinen Lebensunterhalt zudem durch die Begehung von Straftaten, darunter Einbruchdiebstähle in Hotelanlagen und Ferienwohnungen sowie Drogenhandel, bestritt.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist mit den Ermittlungen befasst, weil der Beschuldigte vor seinem Auslandsaufenthalt seinen letzten Wohnsitz im hiesigen Bezirk hatte. Im Rahmen der Ermittlungen, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig durch das Bundeskriminalamt (BKA) in enger Zusammenarbeit mit der Metropolitan Police/Großbritannien sowie der Polícia Judiciária/Portugal geführt werden, wird jetzt auch öffentlich um Mithilfe der Bevölkerung gebeten. Einige der damals von ihm genutzten Fahrzeuge, verschiedene Anlaufpunkte sowie eine portugiesische Mobilfunknummer sind den ermittelnden Behörden bekannt.
Angesichts der laufenden Ermittlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zum Sachverhalt und den bisherigen Ermittlungsergebnissen gemacht werden, teilten BKA und und Staatsanwaltschaft mit.

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