Starke Vorstellung ohne Happy End

Basketball: Frauen-Bundesligist Eintracht Lionpride scheidet im Playoff-Viertelfinale aus

Shooting Guard Matilda Claesson (am Ball) war mit 13 Zählern zweitbeste Punktesammlerin der Eintracht. Foto: SH/imago

Braunschweig. Nach großem Kampf sind die Bundesliga-Basketballerinnen von Eintracht Braunschweig Lionpride aus den Playoffs ausgeschieden. Gegen den Herner TC fehlten in Spiel zwei des Viertelfinals nur zwei Sekunden, um eine dritte Partie zu erzwingen. Doch am Ende setzte sich der haushohe Favorit am Dienstagabend in der Sporthalle Alte Waage hauchdünn mit 57:56 (29:25) durch.

Nachdem sie erst im letzten Spiel der regulären Saison den Klassenerhalt sichergestellt und gleichzeitig den Playoff-Einzug bewerkstelligt hatten, waren die Eintracht-Spielerinnen am vergangenen Wochenende nach Herne gereist. Und beim dominanten Hauptrunden-Ersten setzte es eine standesgemäße 56:74-Niederlage.

Entmutigen ließen sich die Löwinnen davon allerdings keineswegs: Angeführt von Centerin Janae Smith, die mit 19 Punkten und zehn Rebounds erneut stark ablieferte, boten sie in ihrem Heimspiel über die gesamten 40 Minuten beeindruckende Gegenwehr und hatten den Sieg fast schon sicher, ehe Jordan Frericks zwei Sekunden vor dem Ende doch noch einen Korbleger zum 57:56 versenkte. Ein bitteres und nach der Schlusssirene auch tränenreiches Ende einer insgesamt erfolgreichen Premierensaison in Liga eins.

Eintracht-Trainer Peter Kortmann äußerte trotz Niederlage großen Respekt für seine Mannschaft: „Hut ab, was die Mädels heute an Energie und Fight reingeschmissen haben. Das war schon sehr gut, und es zeigt ganz klar, dass es kein Versehen war, dass wir in der Liga geblieben und in die Playoffs gekommen sind.“

Mit ihrer Enttäuschung nicht hinterm Berg hielt die Schwedin Matilda Claesson. „Wir hatten den Sieg in den Händen und konnten sie dann nicht stoppen“, so die Scharfschützin, die mit 13 Zählern zweitbeste Werferin der Eintracht wurde. Aber ihre Tränen hatten auch einen anderen Grund: „Es ist immer emotional, wenn eine Saison endet. Und ich liebe diese Mannschaft – den Teamgeist, den wir hatten, hat man nicht oft.“

Eintracht wird nächste Saison nicht mehr in der 1. Bundesliga spielen und meldet die Mannschaft freiwillig für die 2. Liga, wie der Verein am Freitag mitteilte. Coach Kortmann wird die Blau-Gelben verlassen, sein Vertrag wurde vom Verein nicht verlängert. Welche der Spielerinnen man wiedersehen wird, ist noch offen. „Ich kann mir gut vorstellen zurückzukommen“, stellte Claesson in Aussicht, machte aber auch deutlich, dass sie gern erstklassig bleiben wolle.

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