Stars auf dem Eis: Zeitreise in die 90er | Neue Braunschweiger
26. Februar 2019
Sport

Stars auf dem Eis: Zeitreise in die 90er

Aus einer „verrückten“ Idee eines Trainers wurde ein grandioses Wiedersehen: 1800 Fans feierten ihre Lieblinge vor ausverkaufter Hütte

Mannschaftsfoto im Braustübl: Die Superstars aus den 90ern bei der Wiedersehensfeier. Foto: Ulrich Schwarze

Braunschweig/Salzgitter. „Eishockey und unser Braustübchen, das ist schon eine ewige Tradition“, sagt Andrè Gruß-Rusteberg, besser bekannt als Rusti. Für den Gebietsverkaufsleiter bei Wolters war sofort klar, dass die Teams vor ihrem Revival-Derby ein zünftiges Wiedersehen im Braustübl feiern. Ruckzuck war der gemütliche Gastraum komplett mit Eishockeyspielern ausgefüllt, ein großes Hallo, Umarmungen, berührende Momente, ganz viele „weißt du noch?-Sätze“. Die Ex-Spieler waren aus der ganzen Welt angereist, unter anderem aus Kanada, Argentinien, Tschechien und Finnland. Dieser Freitagabend im Braustübl gehörte ganz den Erinnerungen.

Am Samstag ging es aufs Eis. Mehr als 1800 Eishockey-Fans feierten ihre Altstars beim Spiel Eintracht Braunschweig gegen EHC Salzgitter. Und damit ging ein Traum für Jaroslav Plechaty jr. in Erfüllung.
Der heutige Jugendtrainer der Icefighters spielte für beide Teams. „Ich wollte die Mannschaften noch einmal zusammen aufs Eis bringen“, erzählt er im Braustübl. Und mit dieser Idee stieß er bei der Wolters-Crew auf die berühmten offenen Ohren und Herzen. „Wir waren sofort Feuer und Flamme“, sagt Rusti.

Die Sache nahm Fahrt auf, die Agentur Jeronimo hat schließlich die professionelle Umsetzung übernommen. „Kaum haben wir das Spiel bekannt gemacht, waren die 1800 Karten ausverkauft“, blickt Rusti zurück, „der Andrang war riesig.“ Und dementsprechend auch die Stimmung in der Halle. Pat Ryan glitt als Erster aufs Eis, viele Zuschauer trugen Trikots mit seiner Nummer: die 7. Ein Spieler nach dem anderen folgte, eine Zeitreise in die 1990er-Jahre.

Das klassische „Ramalam Ding Dong“, die Torhymne, ertönt erstmals in der dritten Minute, als Jan Welke den Torreigen eröffnet. Pat Ryan sorgt wenig später für das 2:0. Ron Gaudet, der „Braunschweiger Superstar“, macht noch im ersten Drittel den Anschlusstreffer (16.). Im zweiten Abschnitt spielen dann nur noch die Gäste. Sieben Treffer führen dazu, dass aus dem blau-gelben Block die „Auswärtssieg“-Sprechchöre ertönen. Am Ende heißt es 12:5 (2:1, 0:7, 3:4) für die Gäste.

Auch interessant