Strobl: „Viel Herz und Charakter“ | Neue Braunschweiger
18. Februar 2020
Sport

Strobl: „Viel Herz und Charakter“

Basketball-Bundesliga: Löwen bezwingen Ulm, bleiben aber Zwölfter

In Ulm erneut stark: Scott Eatherton (Mitte). Foto: imago

Braunschweig. Die Basketball-Bundesliga war am vergangenen Wochenende spielfrei – viel los war trotzdem. Alba Berlin wurde mit einem 89:67-Kantersieg gegen Oldenburg Pokalsieger, der Mitteldeutsche BC entließ überraschend seinen Trainer Björn Harmsen – und dann waren da ja auch noch die Löwen aus Braunschweig, die bereits am Freitag in Ulm ein deutliches Ausrufezeichen setzten.

Es ist schon nicht so leicht zu begreifen, was sich bei den Braunschweigern derzeit abspielt: Nachdem sie noch am Mittwoch bei stark dezimierten Crailsheimern regelrecht unter die Räder gekommen waren, zeigten sie nur zwei Tage später bei den ambitionierten und finanzstarken Ulmern ihre vielleicht beste Leistung der vergangenen Monate – und gewannen 103:98 (57:44). „Wir haben heute viel Herz und Charakter gezeigt“, war Löwen-Cheftrainer Pete Strobl voll des Lobes für seine Mannschaft. An dem Ort, wo Strobl in den vergangenen drei Spielzeiten als Co-Trainer tätig gewesen war, fühlte sich der Sieg doppelt gut an. Und Strobls Bilanz gegen den Ex-Klub stimmt: Auch das Hinspiel in der Volkswagenhalle hatten die Löwen für sich entschieden.

„Wir haben zuletzt nicht wirklich gut verteidigt. Darüber haben wir viel gesprochen und wollten es diesmal besser machen“, verwies Center Scott Eatherton nach der Partie auf den Grundstein des Erfolges, der bereits in der ersten Halbzeit gelegt wurde. Und auch in der engen Schlussphase zwangen die Gäste die Ulmer wieder zu Ballverlusten, die am Ende das Spiel entschieden.

Gleich sieben Braunschweiger punkteten zweistellig, angeführt von Eatherton (21 Punkte, 9 Rebounds), der alle seine zehn Versuche aus dem Zweipunktbereich traf. Zweitbester Werfer des Tabellenzwölften war US-Guard Jairus Lyles (17 Punkte, 3 Steals).
Am kommenden Wochenende pausiert die Bundesliga wegen eines Länderspielfensters schon wieder. Keine Pause haben dagegen die Löwen Karim Jallow und Tommy Klepeisz, die für Deutschland und Österreich auf Korbjagd gehen.

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