Tomlin hofft auf Kansas City | Neue Braunschweiger
31. Januar 2020
Sport

Tomlin hofft auf Kansas City

American Football: Die Lions feiern in der Nacht zu Montag eine Superbowl-Party im Astor-Kino

Troy Tomlin (l.) hat die Lions 2019 ohne Niederlage zum Titel geführt. Foto: Hübner/imago

Braunschweig. Wenn die Lions-Footballer in der Nacht zu Montag im Astor-Filmtheater den Superbowl schauen, dann weiß zumindest ihr Headcoach Troy Tomlin ganz genau, wem er die Daumen drückt. Der 51-Jährige ist ein Fan der Kansas City Chiefs.

Mit den Chiefs und den San Francisco 49ers treffen in Miami zwei der sechs besten Teams der NFL-Hauptrunde aufeinander. Tomlin erwartet dementsprechend eine ganz enge Partie, mit dem besseren Ende für Kansas City – zumindest wünscht er sich dies. „Kansas City ist nicht so weit entfernt von meiner Heimatstadt Omaha, von daher bin ich für die Chiefs“, sagt der Meistertrainer, der auf ein knappes 31:28 für sein „Heimteam“ tippt. Tomlin betont aber auch: „Beide Mannschaften sind sehr stark und haben es wirklich verdient.“

An den 49ers hat den Wahl-Braunschweiger vor allem beeindruckt, wie sie es in kurzer Zeit geschafft haben, eine schwache 4:12-Bilanz in nur einem Jahr in eine Erfolgssaison (13:3) zu verwandeln. Die Chiefs dagegen zeigten in den Playoffs eine tolle Moral, wo sie in beiden Partien – gegen Houston und Tennessee – einen (hohen) Rückstand noch in einen Sieg verwandelten. Im Superbowl wird eine derartige Aufholjagd aber kaum möglich sein, ist sich Tomlin sicher: „Wenn die Chiefs das Spiel gewinnen wollen, dürfen sie nicht so schnell zurückliegen wie in den beiden Partien zuvor.“ San Francisco, so glaubt er, sei stark genug, um eine solche Führung sicher nach Hause zu bringen.

Auf der Schlüsselposition des Quarterbacks sieht Tomlin seinen Favoriten, die Kansas City Chiefs, besser aufgestellt. „Patrick Mahomes war schon MVP der Liga, und mit seinen Leistungen in dieser Saison ist er zumindest wieder ein Anwärter. Er ist nicht nur mit seinem Arm, sondern auch mit seinen Füßen gefährlich“, schätzt Tomlin an dem 24-Jährigen, dass er auch über ein gefährliches Laufspiel verfügt. Allerdings sei auf der anderen Seite die Defensive Line des Teams aus Kalifornien absolut dominant: „Es wird interessant zu sehen, wie viel Druck sie gegen die Offensive von Kansas City aufbauen kann.“

Der Superbowl wird auch in diesem Jahr viele Millionen Menschen weltweit an die TV-Geräte fesseln. Die Lions-Party im Kino (Beginn 22 Uhr) hat längst Tradition. Vor dem großen Spiel (ab 0.30 Uhr) dürfen Braunschweigs Footballfans mit Tomlin einen Blick auf den neuen Lions-Kader werfen.

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