Torhüter Gikiewicz mit starken Reflexen | Neue Braunschweiger
5. Juni 2015
Sportliches

Torhüter Gikiewicz mit starken Reflexen

Fußball: Pole sorgte für bessere Qualität.

Torhüter Rafal Gikiewicz. SH

Von Elmar von Cramon, 05.06.2015.

Braunschweig. 14 neue Akteure trugen in der abgelaufenen Spielzeit das Eintracht-Trikot. Die nB nimmt die Leistungen der Neuzugänge des Sechsten der 2. Fußball-Bundesliga unter die Lupe.

Rafal Gikiewicz: 33 Spiele, Durchschnittsnote 2,88. Der Pole sorgte auf Anhieb für eine erhebliche Qualitätsverbesserung auf der Torhüterposition bei Eintracht.
Zeichnete sich als „mitspielender Torwart“ durch starke Reflexe und gute Strafraumbeherrschung aus. Sein einziger dicker Patzer gegen Aalen schmälert seine sehr gute Saison nicht. Dürfte in der Vorbereitung mit einem Bonus in den Torhüterzweikampf mit Neuzugang Jasmin Fejzic gehen.
Vegar Eggen Hedenstad: 28 Spiele, ein Tor, 2 Assists, Durchschnittsnote 3,17. Der Norweger, der 2006 mit nur 14(!) Jahren in der dritten Liga seines Heimatlandes debütierte, besitzt alles, was einen Topfußballer auszeichnet: Handlungsschnelligkeit, feine Technik und taktische Flexibilität. War vom Start weg eine Verstärkung und rief sein großes Potenzial in der Hinserie oft ab. Kam im neuen Jahr jedoch nicht mehr so gut zur Geltung und tauchte häufiger ab. Wird den Verein nach Ablauf seiner Ausleihe voraussichtlich wieder verlassen.
Gerrit Holtmann: ein Spiel, ein Assist, Note 3,00. Der Flügelspieler konnte sich über ein gelungenes Profidebüt freuen und nach nur zwei Minuten seine erste Torvorlage verbuchen. Zuvor hatte sich der ehemalige Bremer in der U23 als Torjäger und Vorlagengeber profiliert und so maßgeblich zum Klassenerhalt beigetragen. Kann in der Offensive fast alle Positionen besetzen und dürfte in der neuen Spielzeit noch öfter zum Zuge kommen, wenn er sich von den Folgen eines Muskelbündelrisses erholt hat.
Haris Huseni: ein Spiel, Note 4,00. Der wuchtige Stürmer feierte gegen Aalen sein Zweitliga-Debüt, bekam an diesem Tag aber nur wenig Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Zuvor war er in der U23 seinem Ruf als Torjäger gerecht geworden und hatte die Spielzeit als Topscorer seiner Mannschaft beendet. Muss sich im Sturm gegen erhebliche Konkurrenz behaupten, dürfte von Torsten Lieberknecht aber durchaus Berücksichtigung erfahren.
Raffael Korte: 17 Spiele, ein Tor, 4 Assists, Note 3,44. Kam nach seiner Ausleihe mit viel Spielpraxis aus Saarbrücken zurück und konnte sich zu Saisonbeginn überraschend einen Stammplatz erobern. Lieferte im ersten Viertel der Saison gute Leistungen ab und zeigte sich deutlich zweikampfstärker als zuvor. Konnte außerdem wichtige Vorlagen und ein Traumtor gegen 1860 München beisteuern. Verlor seinen Stammplatz im Winter an Neuzugang Nik Omladic und erfuhr fortan kaum noch Berücksichtigung. Entschied sich, den Verein zu verlassen, und versucht nun bei Union Berlin sein Glück.

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