„Tragen die Entscheidung mit“ | Neue Braunschweiger
18. März 2020
Sport

„Tragen die Entscheidung mit“

Eintracht hat bis zum 30. April Pause – Zustimmung von Geschäftsführer Wolfram Benz

Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz. Foto: imago images

Braunschweig. Das Corona-Virus hat auch die Fußballwelt fest im Griff. Durch die gestern von der UEFA beschlossene Verschiebung der Europameisterschaft ins kommende Jahr wurde zumindest ein unter Umständen realistisches Szenario zur Beendigung der aktuellen Spielzeit im deutschen Profifußball ermöglicht.

In der Dritten Liga wird der Spielbetrieb voraussichtlich erst Ende des nächsten Monats wieder aufgenommen. „Die gestern auf der außerordentlichen Managertagung der 3. Liga getroffene Entscheidung ist richtig und wir tragen sie zu 100 Prozent mit“, erklärt Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz, der gestern gemeinsam mit Sportdirektor Peter Vollmann per Videokonferenz mit den anderen Vereinsvertretern tagte und betont, dass „der Gesundheit unserer Mitmenschen aktuell alles andere untergeordnet werden müsse.“ Sollte es möglich sein, die Saison Ende April fortzusetzen, liefe in der dritthöchsten Spielklasse alles auf ein Saisonabschluss zum 30. Juni hinaus, dem Stichtag auslaufender Verträge im deutschen Profifußball. Eine Verlängerung über diesen Tag hinaus erscheint aus arbeitsrechtlichen und versicherungstechnischen Gründen unrealistisch, auch soll ein Saisonabbruch aus wirtschaftlichen Gründen auf jeden Fall vermieden werden.

Für die Elf von Marco Antwerpen würde sich aus den Planungen ein anspruchsvolles Programm ergeben, das mindestens elf Partien in zwei Monaten beinhaltet. „Die Clubs haben durch diesen Beschluss für die nächsten Wochen die Spieltage betreffend Planungssicherheit und alle Beteiligten, ob Vereine oder Verbände, können die weitere Entwicklung ohne unmittelbaren zeitlichen Druck beobachten und darauf reagieren“, so der Eintracht-Geschäftsführer.

Aktuell ist man an der Hamburger Straße jedoch damit beschäftigt, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in den Griff zu bekommen, da Zuschauereinnahmen im laufenden Betrieb fehlen, die Gehälter aber wie bisher weitergezahlt werden müssen. „Wirtschaftlich sind die Folgen insbesondere in der 3. Liga und natürlich auch für Eintracht Braunschweig durch fehlende Einnahmen und noch nicht im vollen Maße absehbare Auswirkungen erheblich. Wir werden versuchen, die finanziellen Verluste so gering wie möglich zu halten. Dies ist nur möglich, wenn wir alle unseren Beitrag leisten. Wie mögliche Maßnahmen aussehen werden, entscheiden wir in den nächsten Tagen innerhalb der Vereinsgremien“, kündigt Benz an.

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