Trainer Meyer ist auf der Suche nach Kijewski-Ersatz | Neue Braunschweiger
14. Oktober 2020
Sport

Trainer Meyer ist auf der Suche nach Kijewski-Ersatz

Eintracht am Samstag gegen Bochum – Dornebusch im Duell gegen seinen Ex-Club

Felix Dornebusch bleibt die Nummer 1 im Tor von Eintracht Braunschweig. Foto: Christian Schroedter/imago images

Braunschweig. Nach einer intensiven Trainingswoche und spielfreiem Wochenende bereitet sich Daniel Meyer gemeinsam mit seiner Mannschaft auf das Duell mit dem VfL Bochum am kommenden Samstag um 13 Uhr vor. Gegen das Team aus dem Ruhrgebiet wollen die Löwen endlich den ersten Saisonsieg einfahren um nicht tiefer in die Abstiegszone zu rutschen.

„Es gilt, sehr sachlich draufzuschauen, zu analysieren und den Weg konsequent weiter zu gehen“, erklärt der Eintracht-Trainer, der zwar mit der aktuellen sportlichen Bilanz nicht zufrieden sein kann, seine Mannschaft dennoch auf einem guten Weg sieht: „Die Jungs müssen an sich glauben und fleißig sein, dann kommt der Rest von ganz allein.“

Sowohl aus sportlicher als auch personeller Sicht ist der 41-Jährige gezwungen, sich Gedanken über das System zu machen, vor allem der Ausfall von Linksverteidiger Niko Kijewski konnte beim 1:4 im Derby nicht aufgefangen werden. „Das ist ein großes Problem, Niko war in den vergangenen vier Jahren gefühlt nie verletzt. Das hat uns davon abgehalten, auf dieser Position im Sommer einen weiteren Spieler zu verpflichten“, erklärt Meyer mit Blick auf die Tatsache, dass der „Dauerbrenner“ allein von Mai 2018 bis Mai 2020 in 80 Punktspielen hintereinander in der Startelf gestanden hatte.

Bis zum Transferschluss in der Vorwoche hatten die Löwen auf einen Akteur spekuliert, der über eine Ausleihe zu Spielpraxis bei den Löwen gekommen wäre: „Der Gedankengang war, einen Spieler aus der ersten Liga auszuleihen, der diese Position bekleidet, bis Kiwi wieder zur Verfügung steht.“ Darüber hinausgehende Transferaktivitäten waren bei den Blau-Gelben ebenfalls angedacht, aus wirtschaftlicher Sicht war dies jedoch nicht zu stemmen: „Wir hätten gerne noch ein bis zwei Transfers getätigt, allerdings unter der Voraussetzung, dass noch Spieler gehen. Ein potenzieller Neuzugang hätte uns sofort sportlich weiterhelfen, aber auch wirtschaftlich passen müssen.“ Mit Miiko Albornoz und Matthias Ostrzolek sind aktuell zwar zwei Linksverteidiger mit Erst- und Zweitligaerfahrung ohne Verein, waren in der abgelaufenen Spielzeit jedoch ausgerechnet beim Erzrivalen Hannover 96 unter Vertrag und dürften in Sachen Gehalt aktuell eine Hausnummer zu groß für die Löwen sein. Intern kommen aktuell mehrere Akteure in Betracht, die Kijewski-Position zu bekleiden: „Wir werden versuchen, die Lücke mannschaftsintern zu schließen. Niko Klaß oder Lasse Schlüter wären die ersten Alternativen. Ob es funktioniert, werden die nächsten Spiele zeigen. Eine weitere Überlegung ist, die Veränderung des Systems. Danilo Wiebe kann die Position auf der linken Seite genauso wie Patrick Kammerbauer ausfüllen.“

Keinen Handlungsbedarf sieht Meyer aktuell auf der Torhüterposition. Felix Dornebusch traf an der 1:4-Niederlage im Derby keine Schuld, sodass er auch gegen seinen Ex-Verein zwischen den Pfosten stehen dürfte: „Er bringt viel Veranlagung mit, hatte in seiner Karriere aber nie die Chance, sich dauerhaft zu beweisen. Ich weiß aber auch, dass wir mit Jasmin Fejzic und Marcel Engelhardt zwei gute Torhüter in der Hinterhand haben, falls Felix ausfällt“, vertraut Meyer dem 26-Jährigen.

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