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Trotz Topstart: Strobl warnt vor Höhenflügen

Basketball-Bundesliga: Löwen erreichen das Pokal-Viertelfinale – Samstag zu Hause gegen Ulm

Aufbauspieler Trevor Releford (r.), erst kurz vor der Saison verpflichtet, konnte den Löwen bereits helfen. Foto: Wolf/imago

Braunschweig. Besser kann man kaum in eine Saison starten: Nach dem erfolgreichen Liga-Auftakt in Göttingen (96:77) haben die Löwen-Basketballer auch ihr zweites Auswärtsspiel gewonnen. Mit einem beeindruckenden 90:87 (49:41)-Sieg bei den Riesen Ludwigsburg sind die Braunschweiger ins Viertelfinale des BBL-Pokals (14./15. Dezember) eingezogen.
Anfangs kamen die Ludwigsburger noch relativ leicht zu Punkten, nach fünf Minuten stand es 17:15. Dann aber wurde die Löwen-Defensive griffiger, während vorne erneut vor allem die Routiniers Scott Eatherton und Tommy Klepeisz, der wieder von der Bank kam und seine Mannschaft sofort belebte, ihre Treffsicherheit zeigten. Nach zehn Minuten stand es 32:25 aus Gästesicht.

Dass sie in der Lage sind, auch kritische Phasen zu überstehen, bewiesen die neuformierten Löwen im dritten Viertel, als Ludwigsburg plötzlich seine Dreier traf und sich die Acht-Punkte-Halbzeitführung nach 28 Minuten in einen 62:71-Rückstand verwandelte. „Wenn Ludwigsburg einmal ins Rollen kommt, ist es schwer zurückzukommen“, gab Löwen-Flügelspieler Karim Jallow zu. „Aber wir sind stabil geblieben, obwohl wir ein sehr junges Team sind“, ergänzte der Nationalspieler.

Und so gehörten die nächsten Minuten wieder den Gästen, auch wenn es in der Schlussphase noch einmal unnötig spannend wurde – trotz 89:81-Führung eine halbe Minute vor dem Ende. Bei den siegreichen Löwen punkteten nicht nur Eatherton (26 Punkte) und Klepeisz (12) zweistellig, sondern auch Trevor Releford (14), Joe Lawson und Jallow (beide 10).
Trainer Pete Strobl mahnte trotz makellosen Saisonstarts zu Besonnenheit. „Es waren nur zwei Spiele und wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen am Boden bleiben“, warnte der 41-Jährige vor Höhenflügen. Strobl weiß: Die Fabelquoten, die sein Team in Göttingen und Ludwigsburg warf – beide Male 48 Prozent von der Dreierlinie und 58 beziehungsweise 57 Prozent aus dem Feld insgesamt – lassen sich über eine ganze Saison nicht aufrecht erhalten.

Eine sehr schwere Aufgabe erwartet die Braunschweiger nun am Samstag (18 Uhr) im ersten Heimspiel. Dann nämlich besucht mit Ulm eine Mannschaft die VW-Halle, die nach Platz sechs in der vergangenen Saison diesmal sogar noch höher gehandelt wird. Für Strobl ist die Partie zudem eine ganz besondere, war er zuletzt doch drei Jahre lang als Assistant Coach in Ulm tätig.

Das Losglück meinte es übrigens gut mit den Löwen, im Pokal-Viertelfinale dürfen sie vor eigenem Publikum spielen. Der Gegner hat es allerdings in sich: Bamberg kommt Mitte Dezember in die VW-Halle.

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