...und am Ende ein Lob für die Politik | Neue Braunschweiger
17. April 2020
Politik

…und am Ende ein Lob für die Politik

SPD-Landtagsabgeordneter Dr. Christos Pantazis beantwortete die Fragen der NB-Leser

Dr. Christos Pantazis am NB-Lesertelefon. Foto: SPD

Braunschweig. „Zunächst vielen Dank für die Ermöglichung des Lesertelefons, das war eine gute Idee – und hat auch wirklich Spaß gemacht“, sagt Dr. Christos Pantazis. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion stand unseren Lesern am Telefon und per Mail für Fragen rund um das Thema „Corona“ Rede und Antwort.

Erwartungsgemäß drehten sich viele Fragen der Leserinnen und Leser um ganz klassische Sorgen des Alltags: Kommt die Maskenpflicht, welche Masken sind geeignet? Wieso haben manche Behörden geschlossen, beispielsweise das Straßenverkehrsamt? Dr. Christos Pantazis versuchte, viele Fragen direkt und ehrlich zu beantworten. „Auch die Politik wurde von der Wucht der Pandemie überrascht“, gab er auf Nachfrage einer Leserin zum jetzigen Shutdown ehrlich zu: „Bund und Länder haben aber umso schneller reagiert und es mit einem großen Kraftakt geschafft, dramatische Situationen wie in Italien oder Spanien bisher erfolgreich zu vermeiden.“

Pantazis nutzte die Gespräche, um den Anrufern die Hintergründe der getroffenen Maßnahmen zu erläutern und insbesondere um Akzeptanz zu werben: „Zwar gibt es derzeit keine Maskenpflicht, aber natürlich handelt es sich dabei um einen sinnvollen Fremdschutz. Wer sich hier zusätzlich absichern will, macht also in jedem Fall etwas richtig.“

Als freigestellter Arzt gab er daher auch kleinere medizinische Tipps, beispielsweise zu Atemübungen oder wie man sich mit medizinischen Vorkenntnissen ehrenamtlich einbringen kann.
Einige Fragen drehten sich um wirtschaftliche Aspekte, beispielsweise um das Kurzarbeitergeld, die Unterstützungsmöglichkeiten durch die N-Bank oder praktische Fragen, wie steigende Preise im Supermarkt um die Ecke.

Pantazis sagte hierbei zu, alle Nachfragen oder E-Mails auch im Nachgang an das Lesertelefon mit den zuständigen Behörden zu klären und die Leser entsprechend zu informieren. „In diesen Zeiten brauchen viele Menschen nicht nur schnelle und direkte Unterstützung, sondern auch schnellen und direkten Zugang zu Informationen. Jeder, der sich im Lauf des NB-Lesertelefons gemeldet hat, wird entsprechend auch eine Antwort erhalten.“

Ein besonderer Anruf kam noch kurz vor Schluss, denn auch vor Braunschweiger Originalen macht die Krise keinen Halt. So meldete sich sich Jürgen Köpke, besser bekannt als „Nachtwächter Hugo“ aus dem Magniviertel, beim „Nachbarn“ Dr. Christos Pantazis, liegt die SPD-Zentrale im Volksfreundhaus doch quasi um die Ecke. „Hugo“, vor dem Gesetz natürlich kein Nachtwächter sondern ein

Soloselbstständiger, sorgte sich um fehlende Einnahmen und damit die Existenz seiner Führungen. Selbstverständlich, dass sich Pantazis hier umgehend bei der N-Bank nach Unterstützungsmöglichkeiten erkundigte. „Hugo“ dankte es mit einem persönlichen Dankschreiben an „alle Politiker“, die in der Krise nach seiner Meinung viel zu wenig Lob erhalten würden.

Das Resümee des CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Müller folgt.

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