„Uns fehlen noch viele Punkte“

Eintracht gastiert Sonntag in Lotte – Schubert hat Verständnis für Abmeldung der U23

Fordert weitere Punkte: Eintracht-Trainer Andre Schubert. Foto: imago / Hübner

Braunschweig. Für Eintrachts Drittliga-Fußballer steht gegen die Sportfreunde Lotte (Sonntag 14 Uhr) ein weiteres „Sechs-Punkte-Spiel“ an. Nachdem es Energie Cottbus beim 0:0 im Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching verpasste, an den Löwen vorbeizuziehen, könnte sich die Elf von André Schubert im Erfolgsfall weiter von den Abstiegsplätzen entfernen.

Das Hinspiel gegen Lotte im Oktober endete aus Sicht der Löwen äußerst unglücklich. Nach einer 2:0-Führung zur Pause kassierten sie in der dritten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich.

„Die Spiele waren zuletzt immer auf des Messers Schneide. Das 3:0 gegen Meppen hört sich deutlich an, war es aber nicht“, warnt der Eintracht-Coach trotz der zuletzt guten Punktausbeute vor zuviel Euphorie. „Zu viele Chancen“ habe sein Team im ersten Durchgang gegen die Emsländer aus seiner Sicht zugelassen, auch wenn er seiner Mannschaft bescheinigte, „eine ganze Menge gut gemacht zu haben.“

Das Remis der Cottbuser, das die Löwen nun über dem Strich hält, will der 47-Jährige allerdings nicht überbewerten: „Mit der jetzigen Punktzahl würden sowohl Cottbus als auch wir absteigen. Was die Punkte betrifft, haben wir einen Plan und schauen nicht so sehr auf die aktuelle Tabellenkonstellation, daran hat sich nichts geändert. Uns fehlen noch eine ganze Menge Punkte, deshalb werden wir uns weiterhin immer auf das nächste Spiel konzentrieren, damit sind wir gut gefahren.“

Nach wie vor sieht der Fußball-Lehrer eine stabile Defensive als Grundpfeiler für weitere Erfolge: „Wollen wir defensiv weiterhin so erfolgreich sein wie in den letzten Wochen, müssen wir uns sehr gut konzentrieren und auf die Konterabsicherung, Stellungsspiel, Abstände, Kompaktheit und die Eins-gegen-Eins-Situationen achten.“
Darüber hinaus möchte Schubert in der Offensive in Lotte noch einen Tick mehr Gefährlichkeit entwickeln: „Gegen Meppen haben wir eine ganze Reihe guter Situationen initiiert. Rufen wir das wieder ab, sind die Möglichkeiten sehr gut.“

Den Gegner sieht er dabei als Mannschaft, die aus einer kompakten Defensive gut nach vorn arbeitet und möchte das Team deshalb nicht anhand der jüngsten Negativserie beurteilt wissen: „In den letzten Spielen hatten sie teilweise unglückliche Situationen und haben gegen Kaiserslautern in Unterzahl noch zwei Tore in der Schlussphase kassiert. Nach Standardsituationen sind sie sehr stark und haben so bereits schon 12 oder 13 Treffer erzielt.“

Bei den Westfalen fehlt Nils Rütten (Rotsperre) letztmals, während Yari Otto nach abgelaufener Gelbsperre wieder mitwirken kann. Fehlen wird Felix Burmeister, den weiterhin Leistenprobleme plagen.

Für die unter der Woche verkündete Abmeldung der U23 aus finanziellen Gründen bringt der Eintracht-Coach Verständnis auf. „Unsere zweite Mannschaft spielt in der Oberliga. In unserer Situation ist es auch schwierig, an mehr als Oberliga zu denken. Ich bin ein Freund davon, eine U23 zu behalten, wenn sie auf einem hohen Niveau stattfindet. Wir können das aktuell nicht, deshalb hat die Maßnahme auch irgendwo ihre Berechtigung“, so Schubert, der hofft, den Wegfall durch die Gründung des Förderkaders unter Markus Unger und die Ausleihe talentierter Spieler wie Nick Otto (aktuell FC St. Pauli U23) auffangen zu können.

So könnten sie spielen : Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker, Kessel – Nehrig, Pfitzner, Fürstner – Janzer, Hofmann, Bär (Bulut).

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