1. Oktober 2013
Sportliches

„Unser Credo: Jugend, Identifikation, Emotionen“

Basketball-Bundesliga: Zum Saisonstart treffen die New Yorker Phantoms am Donnerstag (17.30 Uhr) in der Volkswagenhalle auf ratiopharm Ulm

Die Phantoms-Basketballer sind nach zwei Monaten Saisonvorbereitung heiß auf den ersten Sprungball. Foto: Agentur Hübner

Von Christoph Matthies, 02.10.2013

Braunschweig. Die Sommerpause hat am Donnerstag ein Ende. Dann starten die New Yorker Phantoms in der Volkswagenhalle mit einem Heimspiel gegen Ulm in die 48. Spielzeit der Basketball-Bundesliga.

Nach einer Saison zum Vergessen, in der sie in den Abstiegsstrudel gerieten und am Ende auf Tabellenplatz 13 landeten, wollen Braunschweigs Korbjäger den Blick in diesem Jahr wieder nach oben richten. Auf der Trainerbank wurde der Grieche Kostas Flevarakis nach nur einem Jahr durch Raoul Korner ersetzt. Wie Flevarakis verfügt auch der Wiener bisher über keine BBL-Erfahrung, hat die Liga aber aus Österreich und den Niederlanden, wo er mit seinen Mannschaften stets Erfolg hatte, intensiv verfolgt.
Auch der Spielerkader erinnert nur noch wenig an die vergangene Saison. Von den Importspielern sind nur Harding Nana und Defense-Ass Immanuel McElroy an Bord geblieben, bei den deutschen Profis gab es einen heftigen Aderlass: Kapitän Nils Mittmann zog es nach Tübingen, Nick Schneiders heuerte in Bremerhaven an und Riesentalent Dennis Schröder schaffte es gar zu den Atlanta Hawks in die NBA. Zumindest dem Etat der Braunschweiger tat dieser Transfer richtig gut, 370 000 Euro flossen aus Georgia an die Oker.
„Unser Credo für diese Saison ist Jugend, Identifikation und Emotionen“, erklärte Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun auf der Manager- und Medientagung am Sonnabend in Berlin. Für Identifikation sorgen soll die Tatsache, dass einige Neuzugänge keine gänzlich Unbekannten sind. Center Kyle Visser etwa, der 2007 erstmals in der Löwenstadt anheuerte. Oder Achmadschah Zazai, den SG-Fans noch aus der Alten Waage kennen. Oder aber Isaiah Swann, der zwar noch nicht für Braunschweig spielte, vor zwei Jahren in Ulm aber gehörig die Liga aufmischte.
Mit nur acht echten Profis starten die Phantoms in die Saison. Die jungen Doppellizenzler, zehn an der Zahl, werden also für Entlastung sorgen müssen. Gerade im Falle von Verletzungen könnte diese fehlende Tiefe nach hinten losgehen. Skeptiker gibt es genug: Ex-Nationalspieler Ademola Okulaja bewertet die Phantoms in seiner Sport-Bild-Prognose gar als klaren Abstiegskandidaten.
Oliver Braun sieht seine Mannschaft besser aufgestellt: „Es ist in beiderlei Hinsicht alles drin, auch ein Playoff-Platz. Und um den werden wir kämpfen.“

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