14. September 2021
Bildung

„Unsere Universität soll strahlen“

Angela Ittel ist neue TU-Präsidentin – Ihr Ziel: Die Universität globaler aufzustellen

Amtseinführung der neuen TU-Präsidentin Angela Ittel (M.) mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, sowie Prof. Lothar Hagebölling, Vorsitzender des Hochschulrats der TU Braunschweig. Foto: TU Braunschweig/Kristina Rottig

Braunschweig (bw). Eins machte Angela Ittel gleich klar: Sie ist eine TU-Präsidentin, die den Austausch sucht. Eine, mit der man reden kann. Noch vor dem offiziellen Festakt, mit dem sie in ihr Amt eingeführt wurde, traf sie auf der Dachterrasse des Audimax Beschäftigte und Studierende zu einem Meet-up.

Bereits am 1. Juli hatte die Professorin ihr Amt angetreten. Der Senat hatte am 10. März die Psychologin, Wissenschaftsmanagerin und langjährige Vizepräsidentin der TU Berlin einstimmig gewählt. Professorin Angela Ittel folgt Professorin Anke Kaysser-Pyzalla im Präsidentinnenamt.
Vor einer, aufgrund der Corona-Pandemie eher kleinen schränkten Gästeschar gab sie die künftige Marschrichtung vor. „Unsere gesamte Universität soll strahlen, mit all ihren Facetten. Und zwar nicht nur die Leuchttürme, die gestärkt werden sollen.“ Ittel will die TU „auf dem Weg zu einer global denkenden Bildungsinstitution begleiten“. „Zu einer Institution, die erkannt hat, dass eine erfolgreiche Universität aktuelle Herausforderungen auch kurzfristig in Forschung und Lehre angehen muss. Zu einer Universität, die agil und dynamisch agiert.“

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, wies auf die Vorzüge des Wissenschaftsstandorts Niedersachsen hin und sagte der Carolo-Wilhelmina die Unterstützung zu. Für den nächsten Exzellenzprozess stellt das Land vier Millionen Euro zur Verfügung.
Braunschweig Oberbürgermeister Ulrich Markurth freute sich, dass „eine Wissenschaftlerin und Wissenschaftsmanagerin mit hervorragender Expertise und großem Elan für die Spitze unserer Technischen Universität gewonnen werden konnte“, sprach sogar von einer „neuen Ära in diesem gut aufgestellten Haus“.

Ernstere Töne schlugen dagegen die Präsidentin des Studierendenparlaments, Sabrina Ammann, und Luca Kienel vom AStA-Vorstand an. Sie erinnerten daran, dass die Corona-Pandemie das Studieren erheblich schwerer gemacht hätte und wendeten sich an Minister Thümler mit dem Wunsch, das Solidarsemester – also ein Semester, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird – zu verlängern.
Die Amtseinführung wurde parallel als Livestream übertragen.

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