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Vechta soll die „Festung“ spüren

Basketball-Bundesliga: Die Löwen empfangen am Samstag (18 Uhr, VW-Halle) den starken Aufsteiger

Den Kopf stets oben behalten und gut auf den Ball aufpassen: Gegen Vechta gilt diese Devise für Joe Rahon vielleicht noch mehr als zuletzt beim 104:94-Erfolg in Ludwigsburg. Foto: imago

Braunschweig. Was vor Saisonbeginn noch wie eine Pflichtaufgabe gegen einen Aufsteiger ausgesehen hätte, entpuppt sich mittlerweile als gewaltige Herausforderung: Im heutigen Heimspiel um 18 Uhr in der Volkswagenhalle treffen die Löwen mit Rasta Vechta auf den Tabellendritten der Basketball-Bundesliga.

Frank Menz wird nicht müde zu betonen, dass Vechta nicht zufällig so weit oben im Klassement steht. „Sie haben neun der vergangenen zehn Spiele gewonnen und sind eine der absoluten Topmannschaften in Deutschland“, glaubt der Löwen-Trainer, und besonders der jüngste Sieg der Westniedersachsen scheint dies zu belegen: Mit 93:75 wurde der FC Bayern München, Deutscher Meister und Tabellenführer, am vergangenen Wochenende aus dem Rasta-Dome geschossen – es war erst die zweite Saisonniederlage für die Bayern.

Menz kann erklären, warum der Klub, dem in den vergangenen Jahren eher das Etikett „Fahrstuhlmannschaft“ anhaftete, derzeit so erfolgreich spielt: „Sie doppeln und helfen viel und zwingen ihre Gegner so zu sehr vielen Ballverlus-
ten.“ Als einziges Team der Liga klaut Vechta dem Gegner pro Partie mehr als zehnmal den Ball, forciert 17,5 Ballverluste – das ist BBL-Spitze. Der junge Spanier Pedro Calles ist mit seiner so unorthodoxen wie erfolgreichen Spielweise der heißeste Kandidat auf den Titel „Trainer der Jahres“.

Ein Schlüssel wird also sein, sich der Pressverteidigung und den ständigen Double-Teams der Vechtaer zu erwehren. „Wir müssen smart und geduldig bleiben“, betont Löwen-Aufbauspieler Joe Rahon. Und der Amerikaner weiß natürlich, dass, wenn er doppelt bewacht wird, stets ein Mitspieler freisteht: „Wenn sie uns doppeln, müssen wir sie dafür bestrafen.“ Sprich: den freien Mitspieler finden. „Sonst machen sie das 40 Minuten lang.“

Acht Heimspiele haben die Löwen in ihrer „Festung“ Volkswagenhalle zuletzt in Folge gewonnen. Auch deshalb sieht Rahon keinen Grund, gegenüber den starken Gästen in Ehrfurcht zu erstarren. „Gerade vor unserem eigenen Publikum müssen wir diejenigen sein, die aggressiv rauskommen“, möchte der Amerikaner gar keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer die Heimmannschaft ist.

Rahon wird auch defensiv ordentlich gefordert werden. Mit Austin Hollins (16,7 Punkte) und T.J. Bray (13,5 Punkte, 7,8 Assists) hat Rasta Vechta gleich zwei Guards in seinen Reihen, die den Klub am kommenden Samstag beim Allstar-Day vertreten werden.

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