Verkehrswacht besucht Geopunkt | Neue Braunschweiger
16. Januar 2018
Politik

Verkehrswacht besucht Geopunkt

Die braunen Verkehrszeichen weisen auf besondere touristische Ziele hin

Von Achim Klaffehn, 16.01.2018

Königslutter. Im Rahmen einer Besichtigungsfahrt besuchten einige Vertreter der Kreisverkehrswacht Helmstedt den Geopunkt Uhry. Die amtliche Wegweisung zu diesem Ziel dorthin war leider verdreht und zeigte in Richtung Uhry. Zudem fiel der Behelfsparkplatz negativ durch Müllablagerungen und Graffitis auf. Der Landkreis Helmstedt wurde darüber informiert.
Der Informationspunkt an der Kreisstraße 8 zwischen Rohde und Uhry ist dennoch sehr informativ. Ein Besuch kann empfohlen werden. Einige besondere Steine sind neben einem Behelfsparkplatz zur Besichtigung abgelegt. Informationstafeln stellen geologische Situationen dar. Ein unter Naturschutz stehender besonders großer Findling fällt ins Auge. Er wurde in der Kiesgrube Evers Braunschweiger Sand und Kieswerke GmbH & Co. KG im Jahr 2004 gefunden und an den Aussichtspunkt gebracht. Mit einem Gewicht von 45 Tonnen ist er der schwerste Findling, der in der Grube bisher gefunden wurde. Die anderen ausgestellten Findlinge sind – rein optisch – deutlich kleiner.
Es konnte festgestellt werden, dass der Granitfindling aus Südschweden stammt und von dort während der Elster-Kaltzeit (500 000 bis 425 000 Jahre vor unserer Zeit) oder während der Saale-Kaltzeit (350 000 bis 127 000 Jahre vor unserer Zeit) durch das Fließen des Gletschereises bis nach Uhry transportiert wurde.
Der Aussichtspunkt bei Uhry lässt ebenfalls einen spannenden Blick auf die Quarzsandgewinnung zu. Eine Holzbarriere steht einer Annäherung an den Grubenrand entgegen. Das Bergrecht verbietet einen Spaziergang in die Grube. Es besteht Lebensgefahr.

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