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VfL-Frauen: Erste Niederlage nach 13 Liga-Siegen in Folge

Fußball-Bundesliga: Personell runderneuerte Mannschaft verliert nach erster Hälfte mit 1:2 bei Bayern München

ab die Vorlage zum 1:2: Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg. Foto: regios24/Darius Simka

Von Jörg Kleinert, 29.05.2018

Wolfsburg.  Sportlich war der letzte Auswärtsauftritt für den VfL Wolfsburg am vorletzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga bedeutungslos. Die Meisterschaft war längst fix, wirklich meisterlich war die Leistung der Mannschaft von Trainer Stephan Lerch in der Partie bei Verfolger FC Bayern München allerdings nicht.
Die nach zuletzt kräftezehrenden Reisen und Spielen personell runderneuerte VfL-Mannschaft, deren Triple-Traum am vergangenen Donnerstag in Kiew gegen Lyon geplatzt war, verloren nach in der ersten Hälfte schwacher Leistung in der bayerischen Metropole mit 1:2 (0:2). Für den VfL war es die erste Niederlage nach zuvor 13 Liga-Siegen in Folge.

Nur eine Woche nach dem dramatischen Pokalfinale von Berlin, in dem der VfL mit 3:2 nach Elfmeterschießen die Oberhand behalten hatte, revanchierte sich der FC Bayern und hat nun beste Karten, bei drei Punkten und zehn Toren Vorsprung im Zweikampf mit dem SC Freiburg den zweiten Champions-League-Platz hinter dem VfL zu sichern. Die Tore für die Bayern erzielten vor der Pause die Slowakin Dominika Škorvánková (18. Minute) und die schwedische Torjägerin Fridolina Rolfö (35.). Für den VfL verkürzte Zsanett Jakabfi zum 1:2 (48.). Zu mehr reichte es für die erst in Durchgang 2 engagierteren VfL-Frauen nicht mehr.

Ungewöhnlich war der Spielort, an dem sich die Spitzenteams begegneten. Normalerweise trägt der FC Bayern seine Heimspiele im Stadion an der Grünwalder Straße aus. Das war indes geblockt, da dort zeitgleich der TSV 1860 München zum Rückspiel um den Drittliga-Aufstieg gegen den 1. FC Saarbrücken antrat. Folglich stieg das Gipfeltreffen des Frauenfußballs im Stadion auf dem FC- Bayern-Campus.

Die 2130 Zuschauer sahen eine temporeiche Partie, in der die Gastgeberinnen das Chancenplus besaßen. Melanie Leupolz (3.) und die Ex-Wolfsburgerin Verena Faißt (16.) scheiterten jedoch an der Besten im VfL-Trikot, Torfrau Almuth Schult. Für den VfL näherte sich Joelle Wedemeyer dem Bayern-Gehäuse an, ihr Kopfball landete jedoch auf dem Tornetz. Škorvánková machte es besser. Die Slowakin hämmerte den Ball aus spitzem Winkel an Schult vorbei hoch ins kurze Eck zum verdienten 1:0. Leonie Maier (Pfosten, 21.) verpasste das 2:0.

Die Bayern-Führung baute schließlich Fridolina Rolfö aus, die freistehend vor Schult ihren zehnten Saisontreffer markierte. Der gelang kurz nach dem Seitentausch auch VfL-Kapitänin Zsanett Jakabfi, die eine Hereingabe der eingewechselten Alexandra Popp zum 1:2 (48.) unter den Querbalken schlenzte. In der rasanten Schlussphase vergaben beide Teams Großchancen fast im Minutentakt. Sara Däbritz scheiterte zweimal an der aufmerksamen Schult (85., 90.+4). Kristine Minde hatte den Ausgleich auf dem Fuß (90.+2), doch auch Bayern-Torfrau Manuela Zinsberger war mit einem Reflex da.
Spiel kompakt

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz (46. Dickenmann), Wedemeyer, Peter (76. Goeßling), Kerschowski – Neto, Baunach – Minde, Wullaert (46. Popp) – Jakabfi, Stolze.

Tore: 1:0 Škorvánková (18.), 2:0 Rolfö (35.), 2:1 Jakabfi (48.).
Zuschauer: 2130 im Stadion am FC-Bayern-Campus.

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