VfL Wolfsburg fährt nach Berlin | Neue Braunschweiger
9. Januar 2021
Sport

VfL Wolfsburg fährt nach Berlin

Spitzenspiel bei den „Eisernen“ im Stadion An der Alten Försterei

Robin Knoche, hier noch im VfL-Trikot, trifft mit Union auf seinen Ex-Ver- ein. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (das). Dass der 1. FC Union Berlin nach dem 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga vor dem VfL Wolfsburg stehen würde, hätten vor Saisonbeginn wohl nur wenige Experten getippt.

Für die „Eisernen“ verläuft ihre zweite Spielzeit seit dem Erstliga-Aufstieg bislang geradezu märchenhaft: 24 Punkte bedeuten aktuell Rang 5, die 29 geschossenen Tore werden nur von Spitzenreiter FC Bayern München getoppt (44). Am Samstag Nachmittag (15.30 Uhr) steht für die Wölfe das Gastspiel im Stadion An der Alten Försterei an.

Für VfL-Spieler Admir Mehmedi kommt der Höhenflug der Hauptstädter allerdings überhaupt nicht überraschend. Schließlich weiß der Offensivspieler, der beim 0:2 in Dortmund nach Problemen an der
rechten Achillessehne sein Comeback feierte, um die Qualitäten von Union-Trainer Urs Fischer. Der mittlerweile 54-Jährige coachte Mehmedi früher beim FC Zürich. „Er ist eine Legende in Zürich“, sagt der 29-Jährige im kicker-Interview über seinen Ex-Coach. „Jede Mannschaft, die er trainiert hat, hatte Erfolg.“ Warum sein Landsmann mit Union so erfolgreich ist? „Er ist ein unglaublich direkter Mensch, sehr offen, mit

einfachen Mitteln holt er das Maximale aus seinen Teams heraus“, betont Mehmedi, der den kommenden Gegner als „unglaublich fleißig, enorm robust“ beschreibt. Und: „Union hat sich auch fußballerisch gut entwickelt.“

Dafür verantwortlich sind auch zwei Ex-Wolfsburger: Max

Kruse glänzte bis zu seinem in der Partie bei Hertha BSC (1:3)
Anfang Dezember erlittenen Muskelbündelriss mit sechs
Toren und fünf Vorlagen, Robin Knoche verpasste hingegen
bislang keine einzige Pflichtspielminute. Der Innenverteidiger, der die Grün-Weißen im Sommer nach 15 Jahren schweren Herzens verlassen hatte, entwickelte sich bei Union auf Anhieb zur unangefochtenen
Stammkraft – was den Wolfsburger Verantwortlichen nicht verborgen geblieben ist. „Was ich sehe, ist, dass Robin sehr stabil spielt“, sagt Geschäftsführer Jörg Schmadte über den 28-Jährigen. Lob kommt auch
von Sportdirektor Marcel Schäfer. „Bei Union passt es gut für ihn. Jedem Spieler, der bei uns war, wünschen wir alles Gute. Robin natürlich auch.“

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