5. Juni 2021
Sport

Viele Baustellen für die Blau-Gelben

Eintrachts Verantwortliche Vollmann und Kruppke wollen neuen Coach in Kürze präsentieren

Alois Schwartz (li.) zählt zum Kandidatenkreis für den Trainerposten bei Eintracht. Archivfoto: Imago

Braunschweig. Wer wird Eintracht-Trainer ist die Frage, die die meisten Fans nach der Entlassung von Daniel Meyer und der Absage von Essen-Coach Christian Neidhart aktuell umtreibt. Doch auch unabhängig von der Trainerfrage arbeiten die beiden Eintracht-Geschäftsführer Peter Vollmann und Wolfram Benz, gemeinsam mit dem neuen Kaderplaner Dennis Kruppke mit Hochdruck am Kader für die neue Spielzeit.

„Um uns für eine gute Drittligasaison aufzustellen gibt es viele Baustellen abzuarbeiten“, erklärt Peter Vollmann, der trotz aller Herausforderungen Aufbruchsstimmung versprüht: „Wir müssen die Situation annehmen und positiv nach vorne denken um in der neuen Spielzeit wieder eine schlagkräftige Mannschaft zu besitzen.“

In der Trainerfrage sieht er zwar Druck, macht aber deutlich, dass er überstürztes Handeln als wenig zielführend erachtet: „Wir müssen der richtigen Überzeugung sein und dürfen wir uns nicht von außen treiben lassen. Aktuell wird kein Transfer am noch nicht feststehenden Trainer scheitern.“ Zum Kandidatenkreis zählen Namen wie Bernhard Trares, Markus Kauczinski, Alois Schwartz, Michael Schiele und Dirk Schuster, von denen alle bereits in der dritten Liga Erfahrung sammeln konnten. Beim Neustart nach dem Abstieg 2018 war die fehlende Spielklassenerfahrung vom damaligen Coach Henrik Pedersen als einer der Faktoren für die anschließende Talfahrt identifiziert worden: „Dieses Kriterium werden wir bestimmt nicht unterschätzen“, erklärt Fußball-Lehrer Vollmann, der selbst jahrelang in der neuen Spielklasse tätig war: „Für einen anstehenden Neuaufbau ist sicher von Vorteil, wenn der Trainer die Liga und auch die Spieler kennt und die Jungs ihn schonmal irgendwo an der Außenlinie gesehen haben.“

In Kürze soll der neue Mann auf der Kommandobrücke der Löwen feststehen, auch die ersten Neuzugänge sollen bald präsentiert werden: „Wir rechnen Ende kommender Woche mit den ersten Ergebnissen“, so der Sport-Geschäftsführer. Der Spielermarkt gestaltet sich wegen der Corona in verschiedener Hinsicht anders. Vor der Pandemie geschlossene Verträge laufen aus und scheinen die Vereine in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen, da Clubs aufgrund fehlender Zuschauereinnahmen den Gürtel enger schnallen müssen.

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