Virtuos Geschichten erzählen | Neue Braunschweiger
8. April 2014
Kulturelles

Virtuos Geschichten erzählen

Hochkarätige Solisten und Orchester der Klassik bei sieben Meisterkonzerten in der Stadthalle.

Pianist David Fray. Foto: Paolo Roversi/oh

Von Martina Jurk, 09.04.2014.

Braunschweig. International hochkarätige Solisten der klassischen Musik, Orchester und Ensembles, die man sonst nur in den großen Musikhäusern in Mailand, Wien oder New York erleben kann, kommen in die Stadthalle Braunschweig zu den Meisterkonzerten.

Auf insgesamt sieben Konzerte kann sich das Publikum in der Saison 2014/2015 freuen. „Wir haben die Konzerte unter bestimmte Themen gestellt. Sie wollen Geschichten erzählen“, sagte Burkhard Glashoff, Geschäftsführer der veranstaltenden Braunschweiger Konzertdirektion, bei der Vorstellung der Reihe.

> „Schillernde Suggestivkraft“: So ist das Naturelement „Wasser“ das Thema von Starpianistin Hélène Grimaud, die am 13. Oktober den Anfang macht. Werke von Debussy, Ravel und Liszt hat sie für ihr Programm ausgewählt.

> „Hollywood Sounds“: Den Spuren der Exilkomponisten wie Erich Wolfgang Korngold und Kurt Weill folgt am 24. November Daniel Hope – Schüler des legendären Geigenpädagogen Zakhar Bron und enger Vertrauter von Yehudi Menuhin – mit der Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung ihres neuen Chefdirigenten Andrew Manze. Das Orchester rundet den Abend mit der spektakulären Feuervogel Suite von Igor Strawinsky ab.

> „Kopf und Bauch“: Johann Sebastian Bach spielt in den Konzerten des jungen französischen Pianisten David Fray eine zentrale Rolle. Mit der legendären Academy of St. Martin in the Fields interpretiert er am 3. Februar 2015 zwei Klavierkonzerte des Komponisten.

> „Mélodie francaise“: Der mittlerweile als einer der großen Sänger unserer Zeit international etablierte Philippe Jaroussky widmet sich am 9. März 2015 zusammen mit seinem Klavierbegleiter Jérôme Ducros französischen Liedern des Fin de Siècle.

> „Stil und Eleganz“: Mit seinem neuen Chefdirigenten Tugan Sokhiev, im Januar 2014 zum Musikdirektor des Bolschoi-Theaters berufen, und dem schillernden Pianisten Jean-Yves Thibaudet präsentiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin am 24. März 2015 das selten gespielte Klavierkonzert von Khatchaturjan. Dazu die 2. Symphonie von Johannes Brahms.

> „Ein Phänomen“: I Musici di Roma sind das älteste Kammerensemble, das sich als Gastsolistin die Französin Magali Mosnier eingeladen hat. Auf dem Programm aus der Epoche des Barock stehen am 22. April 2015 unter anderem Kompositionen von Bach, Vivaldi und Geminiani.

> „Breitgefächert“: Die Reihe endet am 12. Mai 2015 mit dem Orchester Kremerata Baltica. Gidon Kremer kombiniert eine Bearbeitung der „Jahreszeiten“ von Tschaikowsky mit den „Cuatro estaciones portenas“ von Astor Piazzolla.

„Wir wollen klassische Musik in ihrer ganzen Bandbreite darstellen“, erklärte Burkhard Glashoff. Die Meisterkonzerte seien wunderbar auch für Klassik-Einsteiger geeignet. „Die Interpreten werden die Besucher mitreißen, auch wenn sie keine Klassik-Experten sein sollten“, verspricht der Geschäftsführer, der gemeinsam mit Lydia Daniel die Konzertreihe programmiert hat.
Abonnenten können ab sofort buchen. Bisherige Abonnenten, die nicht bis zum 31. Mai kündigen, behalten ihre Plätze.

Einzelkarten sind ab 16. Juni erhältlich in der Konzertkasse, unter Telefon 1 66 06 und im Internet unter der Adresse www.meisterkonzert.de . Der Abonnementservice ist unter Telefon 4 41 15 zu erreichen.

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